Die Lebensweise der Fledermäuse erforscht

Breitflügel-Fledermaus „Buster“ in den Händen David Andersons vom NABU Osterode war der Star des Tages.

Spannende Einblicke bekamen Kinder vom NABU auf dem Gelände des Harzklub-Zweigvereins Gittelde

Der Star des Tages war eindeutig „Buster“. Die kleine Breitflügel-Fledermaus hatte David Anderson vom NABU Osterode mit auf das Freizeitgelände des Harzklub-Zweigvereins Gittelde gebracht. Der Fachmann für Fledermäuse unterstützte den rührigen Zweigverein bei einem Kindervormittag, dass sich mit den nachtaktiven Flatterern beschäftigte.
Spiele und Bastelarbeiten zum Thema bestimmten dabei das Programm. „Wir haben extra aus den über 30 Kindern kleine Gruppen gebildet und sie stationsweise beschäftigt“, sagte Niels Krehan, Vorsitzender des Harzklubs. In einem Spiel mussten die Kinder selbst einmal in die Rolle des Jägers schlüpfen. Mit verbundenen Augen galt es für ein Kind als Fledermaus mittels Geräuschen den „Falter“ aus den anderen Kindern nicht nur herauszufinden, sondern möglichst auch zu fangen. Gebastelt wurden nicht nur Masken, die jedes Kind in eine Mischung aus dem kleinen „Buster“ und „Batman“ verwandelte, auch Schlafkästen für die Fledermäuse wurden gebaut. „Das Material haben wir vorbereitet und organisiert“, sagt Krehan. So konnten sich die Kinder ganz darauf konzentrieren, die Kästen zusammenzuzimmern. „Hier unten kann die Fledermaus rein“, erläutert Laura Hoffbauer aus Windhausen. „Das Holz muss rau sein, damit sie sich festkrallen kann“, so die Zehnjährige weiter. Freundin Lena-Marie Peters erklärt: „Die Kästen werden jetzt mitgenommen und zu Hause im Garten aufgehängt.“
Ein bisschen was gelernt haben die Kinder auch, nicht nur, wie man diese Kästen zusammen baut. Denn „18 verschiedene Arten an Fledermäusen gibt es allein im Landkreis Osterode“, wie Anderson sagte. Und gestaunt haben sie auch, denn als „Buster“ mal gähnte – oder war es ein Fauchen, weil er wieder in seine ruhige dunkele Holzkiste wollte? – konnten die umstehenden Kinder doch einige für so einen kleinen Kerl recht große und spitze Zähne erkennen. „Einen Menschen kann er damit aber nicht ernsthaft verletzen“, beruhigte Anderson, bevor er den flügellahmen „Buster“ unter seine Jacke in etwas mehr Ruhe und Dunkelheit krabbeln ließ.