Eigentlich darf es das Wort „eigentlich“ nicht geben

Die Referentin zog mit ihren Gedanken zu dem Wort „eigentlich“ die Zuhörerinnen in den Bann. (Foto: Bordfeld)

Antje Gerner referierte beim Frauenfrühstück in Gittelde

Gittelde (pb). Anna Haberer und Heidi Neumann hatten zum Frauenfrühstück ins Gemeindehaus der St.-Mauritius-Kirche geladen, und es waren viele Frauen gekommen, die von Antje Gerner aus Osterode erfahren wollten, warum die Referentin forderte „Schluss mit eigentlich“.
Dieses Wort ist aus dem Sprachgebrauch eigentlich nicht mehr wegzudenken, obwohl es eigentlich überflüssig ist. Zum einen führt es im Gespräch zu Unklarheit und zum anderen zur Abgabe der Verantwortung für das Gesagte. Somit hat das Gegenüber die Möglichkeit, eventuell und eigentlich eine andere Meinung anzunehmen.
Wird dieses vermaledeite Wörtchen mal weggelassen, ergibt sich gleich eine konkretere Aussage, Klarheit, die man so manches Mal nicht kundtun möchte. Somit werde jede Aussage mit eigentlich zu einer unnützen Aneinanderreihung von Worten.
Die Übersetzerin appellierte an die Zuhörerinnen „eigentlich“ aus ihrem Wortschatz zu streichen, ebenso wie manches Mal das „würde“. Denn entweder ist es schön, oder ich sage etwas, nicht eigentlich ist es schön oder eigentlich würde ich sagen.