Ein Nachmittag mit Erich Kästner

In fröhlicher Runde genossen die Frauen den literarischen Kaffenachmittag in Gittelde. (Foto: Bordfeld)

Pfarrer Tim-Florian Meyer gab beim Kaffeenachmittag der Frauenhilfe Gittelde Einblicke in das Leben des Schriftstellers

Die Frauenhilfe Gittelde hatte zu einem literarischen Kaffeenachmittag ins Gemeindehaus geladen. Pfarrer Tim-Florian Meyer aus Seesen las aus Werken von Erich Kästner vor und entführte die Frauen auf eine interessanten Reise in das Leben des Schriftstellers.

Kästner, aus dessen Feder unter anderem Geschichten wie „Das doppelte Lottchen“, „Pünktchen und Anton“, „Das fliegende Klassenzimmer“ oder „Ein Schwein beim Frisör“ stammen, hatte in der Zeit des Nationalsozialismus sehr gelitten. Seine Bücher wurden damals verbrannt, weil sie „wider dem deutschen Geist“ gewesen sein sollen. Kästner zog sich aber nicht zurück, sondern legte sich das Pseudonym Berthold Bürger zu. Unter diesem Namen hat er auch für die Leipziger Zeitung geschrieben. Einige Bücher aus Kästners Feder sind ebenso unter einem anderen Namen erschienen.
Für die Zuhörerinnen war dieser Ausflug in das Leben des Autors, der 1948 das Feuilleton der Neuen Zeitung leitete sowie die Kinder- und Jugendzeitschrift „Pinguin“ herausgab, sehr interessant und hörenswert. Für Referent Pfarrer Tim-Florian Meyer gab es am Ende viel Beifall.