Eschentriebsterben bereitet weiter Sorgen

Der Vorstand der Forstgenossenschaft Gittelde, Karl Geldmacher (2. Vorsitzender), Martin Lagershausen (stellvertretender Schriftführer), Heinz Kronjäger (stellvertretender Vorsitzender), Jürgen Biegling (1. Vorsitzender), Detlef Schrader (Schriftführer) und Susanne Bothmann (Kassenführerin), hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Ein Thema war das fortschreitende Eschentriebsterben. (Foto: Niemann)

Gittelder Forstgenossen kamen zur Jahreshauptversammlung zusammen

Bereits 1992 wurden in Polen das erste Mal neuartige Krankheitssymptome an Eschen beschrieben.

Seitdem hat sich der Erreger massiv in ganz Europa ausgebreitet. Einen Pilzbefall dieses Ausmaßes an heimischen Laubbäumen habe es seit dem Ulmensterben ab 1918 nicht mehr gegeben, wie die Zeitschrift Land & Forst es beschreibt. Auch die Gittelder Forstgenossenschaft ist von dem Eschentriebsterben betroffen, wie der 1. Vorsitzende Jürgen Biegling auf der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Gasthaus Bode sagte. Etwa 13 von den 38 Hektar Waldboden seien mit Esche bewachsen. Das sei eigentlich positiv zu sehen, aber das Eschentriebsterben schädige bereits seit mehreren Jahren die Bäume und bringe viele zum Absterben. Wie bei den Ulmen wird auch bei den Eschen das Krankheitsbild durch einen Schlauchpilz verursacht, der aus Ostasien stammt. Der Schlauchpilz dringt über Sporen in die Eschenblätter ein und findet dann über die Blattspindeln seinen Weg in die Triebe. Erste Anzeichen eines Befalls sind Blattwelke und eine Braunfärbung der Blattspindel. Gelangt der Erreger in die Triebe, stirbt der darüber liegende Bereich ab. Vor dem Auftauchen des Erregers galt die Esche als eine eher wenig anfällige Baumart, die durch ihr ringporiges Holz besonders geeignet ist für Werkzeugstiele und Sportgeräte, für Möbel und Furniere.
Im weiteren Verlauf berichtete Biegling, dass man den gesamten Nutzholzeinschlag zum ersten Mal komplett an ein Forstwirtschaftliches Lohnunternehmen vergeben habe. Dieses habe die Fällarbeiten, wo es das Gelände zuließ, mit einem Harvestor erledigt. Das Industrieholz wurde von der Maschine gleich in Abschnitte gesägt und von einem Rückezug an die befestigte Straße gefahren. Das Holz am Seilhang und das Wertholz für die Submission wurde von Hand mit der Motorsäge gefällt. In Eigenleistung habe man eine Läuterung in der Abteilung 103c Am Hessenberg durchgeführt, wobei 50 Arbeitsstunden anfielen. Bieglang dankte dafür der Kolonne. Der Nutzholzeinschlag sei in der Abteilung 101 durchgeführt worden, so Biegling weiter, wobei 329,99 Festmeter Holz anfielen. Davon seien bereits im vergangenen Jahr 185,85 Festmeter verkauft worden. Was das Submissionsholz anginge, habe man bei der Versteigerung für Eschenstammholz einen hervorragenden Preis von 248 Euro pro Festmeter erhalten. Leider seien es jedoch nur acht Stämme mit einem Gesamtmaß von 12,92 Festmeter gewesen. Abschließend betonte der Vorsitzende die Wichtigkeit, jeden Wechsel der Besitzverhältnisse beim Vorstand anzuzeigen. Die Kassenführerin Susanne Bothmann bat um korrekte Angaben der Bankverbindung, falls dies noch nicht geschehen sei.