Fahnen wehen auf Halbmast

Die Gedenkstätte in Gittelde. (Foto: Kippenberg)

Bürger versammeln sich an Gedenkstätten in Gittelde und Teichhütte

Am Volkstrauertag wehten vor allen öffentlichen Gebäuden die Fahnen auf halbmast; so auch vor dem Rathaus in Windhausen. Starke Abordnungen der örtlichen Vereine und Verbände sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger versammelten sich an den Gedenkstätten in Gittelde und Teichhütte.
Begonnen hatte das Gedenken mit einem Gottesdienst in der benachbarten St.-Johannes-Kirche. An der Gedenkstätte in Gittelde umrahmte der MGV Gittelde unter der Leitung von Beate Wittenberg die Feierstunde. Bürgermeister Helge Güttler stellte in den Mittelpunkt seiner Ansprache den Beginn des Volkstrauertages im Jahre 1922 und die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Gemeinschaftliches Gedenken der Gefallenen, der Vertriebenen, der Flüchtlinge und der Opfer aller Kriege – auch der heutigen Zeit – sowie die derzeitigen Gewalttaten. Er erinnerte an den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Dieses Gedenken wollte Helge Güttler zugleich als Mahnung verstanden wissen und rief in Erinnerung, dass nach 1945 leider über 200 Kriege ausgebrochen und bald mehr Menschen umgekommen sind als im Zweiten Weltkrieg.
Pastorin Melanie Mittelstädt warf in ihrer Ansprache die Frage auf, was wäre wenn es den Volkstrauertag nicht gäbe. Sie erinnerte an die Gewalttaten in der heutigen Zeit und an die Zwickauer Zelle. Der Volkstrauertag ist ein Tag, um für den Frieden in einer kollektiven Trauer einzutreten.
In Teichhütte umrahmte mit Liedvorträgen der Gemischte Chor Teichhütte unter der Leitung von Detlef Brauer die Gedenkstunde am Ehrenmal Teichhütte. Bürgermeister Helge Güttler gedachte der Toten und Opfer der Kriege und der Gewalttaten und richtete mahnende Worte an die Bürgerinnen und Bürger. Er erinnerte daran, dass über 60 Jahre Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit sei und täglich für den Frieden eingetreten werden muss.
Mahnende Worte richtete er an alle Verantwortlichen und sagte, wo die Politik versagt, herrscht Krieg und Elend. Pastorin Melanie Mittelstädt stellte die Bedeutung des Gedankens Volkstrauertag heraus. Im Wechsel sprachen die Pastorin und der Bürgermeister – wie in Gittelde – das Totengedenken.
Für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und für die Bürgerinnen und Bürger des Fleckens Gittelde legten sie unter gesenkten Vereinsfahnen an der Gittelder und Teichhütter Gedenkstätte zur Erinnerung und zur Mahnung Kränze nieder.