Fast historische Ratssitzung im Flecken Gittelde

Verwaltung befasst sich bereits mit dem Entwurf des Haushalts 2013 / Dankeschön an Bodo Biegling

Nicht ganz einstimmig verlief die von Bürgermeister Helge Güttler als historisch bezeichnete Ratssitzung des Fleckens Gittelde. Zwar habe es schon seit dem Mittelalter Gemeinderäte gegeben, aber seit dem kommenden Jahr wird es nur noch Ortsräte geben. Diese Tatsache sorgte allerdings nicht für Missklang, denn lediglich in einem Punkt gingen die Meinungen etwas auseinander, was zu zwei Gegenstimmen seitens der SPD führte.
Dabei drehte es sich um die drei vor dem Grundstück Lange Straße 2 auf öffentlichen Straßengrund in Pflanzenbeeten vor gut 20 Jahren gepflanzten Spitzahorn-Bäume, die im Interesse des Hauseigentümers entfernt werden sollen. Während einige Ratsmitglieder die Meinung vertraten, die frei werdenden Flächen sollten mit anderen flachwüchsigen Pflanzen begrünt werden, war andererseits zu vernehmen, dass es in Gittelde Flächen gebe, die es dringender nötig hätten. Also wurde der Beschluss ohne den Satz „Als Ersatz wird in den beiden äußeren Pflanzenbeeten jeweils als Großstrauch eine Felsenbirne gepflanzt“ mehrheitlich angenommen.
Der Punkt „Umwandlung der Samtgemeinde in die Gemeinde Bad Grund: Beratung und Aussprache zum Entwurf Hauptsatzung, Geschäftsordnung und den Vorschlägen Ortsratsbudget sowie Aufwandentschädigung für Ortsbürgermeister und deren Stellvertreter, Ortsräte und Ortsvorsteher“ wurde einstimmig als Empfehlung angenommen. Zuvor informierte Samtgemeindebügermeister Harald Dietzmann darüber, dass die Verwaltung sich bereits mit dem Entwurf des Haushalts 2013 befasst, welcher vielleicht Ende Januar 2013 veröffentlicht wird. Mitte Februar sollen alle neuen Ortsratsmitglieder zu einer Info-Veranstaltung geladen und der Haushalt in seiner Gesamtheit vorgestellt werden.
Einstimmigkeit lag auch vor, als es darum ging, die durch Teichhütte führende Eisdorfer Straße in Teichhütter Straße umzubenennen. Dieser Entschluss wurde gefasst, weil es in Badenhausen ebenfalls ein Eisdorfer Straße gibt. In der neuen Einheitsgemeinde darf es aber keine zwei gleichnamigen Straßen geben. Aus dem Grund wurde der Name Teichhütter Straße mit Bezug zum ehemaligen Ort Teichhütte gewählt. Diese Entscheidung ist übrigens auf Zustimmung der betroffenen Teichhütter Mitbürger getroffen.
Außerdem hat Gittelde jetzt ein Teilstück Gemeindestraße mehr. Denn das Grundstück in der Gemarkung Gittelde Flur 3 in der Straße „Questhöven“ wurde von der Feldmark übernommen und ist somit dem öffentlichen Verkehr zu widmen.
Eingangs kam Bürgermeister Güttler nicht nur darauf zu sprechen, dass die letzte Ratssitzung des Flecken Gitteldes, welche im Gasthaus Bode durchgeführt wurde, fast historischen Charakter habe, sondern auch, dass es 2013 wieder einen Wintermarkt geben wird. Es wird noch rechtzeitig zu einem Termin zum Gedankenaustausch geladen.
Und der sprach dem Ortschronisten Bodo Biegling ein großes Dankeschön dafür aus, dass er mit dem Buch „Der Flecken Gittelde“ interessante Einblicke in die Geschichte dieses Ortes gibt.