Geselliges Straßenfest in Gittelder Bergwerkssiedlung

Schöne Stunden verbrachten die Anwohner der Straße „Vor der Welt“ gemeinsam an der frischen Luft. Auch viele „Ehemalige“ schauten mal vorbei. (Foto: Bordfeld)

Auch Gemeindedirektor Harald Dietzmann ließ sich die schönen Stunden nicht entgehen

Gittelde (pb). Bewohner und Gäste der Gittelder Bergwerkssiedlung „Vor der Welt“ hatten zum traditionellen Straßenfest geladen, und die halbe Gemeinde hatte es sich nicht nehmen lassen, der Einladung Folge zu leisten. Unter den Gästen war übrigens auch Gemeindedirektor Harald Dietzmann vertreten. Und das Fest sollte sich wieder zu einem schönen Ort der Begegnung entpuppen, wo man sogar viele „Ehemalige“ begrüßen konnte, die einfach mal wieder vorbeischauen wollten.
Während 2006 das 70-jährige Bestehen dieser Siedlung zünftig gefeiert wurde, und 2009 das Motto "Schülerteich in Flammen" hieß, sollte es diesmal „...im 77sten Jahr!“ lauten.
Dabei rückte auch die Geschichte der Siedlung etwas in den Vordergrund: Schon bei den Vorbereitungen zur Feier vor sieben Jahren wurde anhand alter Unterlagen festgestellt, wie begehrt einst die Grundstücke waren und mit welchen "Auflagen" eine Besiedlung verbunden waren.
So durfte man beispielsweise nur bestimmte Hühnersorten besitzen. Die Art und der Abstand der Obstbäume zueinander war vorgeschrieben, und sogar der Standort der Wäschepfähle war klar vorgegeben. Trotz dieser Hindernisse waren aber die Grundstücke damals im Nu weg, und die Siedlung wurde im Oktober 1936 feierlich eröffnet.
Nach dem Festerfolg 2012 darf jetzt ganz fest davon ausgegangen werden, dass das 80-jährige Bestehen der Siedlung in vier Jahren kräftig gefeiert wird. Schon jetzt werden Mitstreiter gesucht, die sich und ihre Ideen in die Planung und Ausführung mit einbringen wollen. Das "alte Festkomitee" würde nämlich gerne "Neue" begrüßen, da frische Überlegungen immer willkommen sind.