Gittelder Bürger zeigen keinerlei Interesse

Rat votiert mit 9:1 Stimmen für den Umwandlungsvertrag

Gittelde (Sab). Die Gittelder Ratsmitglieder votierten in der jüngsten Ratssitzung mit 9:1 Stimmen bei einer Stimmenthaltung für den Umwandlungsvertrag. Ein deutlich klareres Ergebnis, als dies bei den Ratssitzungen in den anderen Mitgliedsgemeinden der Fall war.
Das Interesse der Gittelder Bürger fiel indes deutlich geringer aus, als bei den Ratssitzungen in den anderen Gemeinden. Neben dem Tross der neun auswärtigen Ratsmitglieder inklusive der Bürgermeister hatte sich nur der Gittelder Ortschronist dazu entschieden, das Abstimmungsergebnis aus erster Hand zu erfahren.
Das Hauptthema, die Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde, sollte eigentlich mit einer Einwohnerfragestunde eingeleitet werden, die jedoch in Anbetracht des geringen öffentlichen Interesses, nicht durchgeführt wurde.
SPD-Fraktionssprecher Andreas Heierhoff war der erste Redner. Für die Ratsmitglieder kam seine Aussage, dass er die Meinung seiner Fraktion nicht teile, sehr überraschend. Heierhoff bezeichnete das Konzept zur Umwandlung und die im Vertrag genannten Bedingungen als nicht ausgewogen.
CDU-Sprecher Arndt Beckmann sagte, dass in seiner Fraktion Uneinigkeit über die Abstimmung herrsche. Trotzdem sprach sich Beckmann für den Abschluss des Umwandlungsvertrages aus, dass er der Meinung ist, dass die letzte Möglichkeit ist noch selber etwas zu bewegen. „Wenn wir uns jetzt nicht bewegen, werden es andere für uns tun“, sagte Beckmann. Eine Aussage, die bei einem Großteil der Anwesenden Zustimmung fand.
Dennoch bezweifelte Beckmann, dass der für das Jahr 2020 angestrebte Haushaltsausgleich realisierbar sei. Dazu führte Harald Dietzmann aus, dass die in der Verwaltungsvorlage genannten Zahlen in den nächsten Jahren durchaus Veränderungen unterworfen sein können. Überdies machte Dietzmann erneut darauf aufmerksam, dass er stets zu Gesprächen über die Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde bereit gewesen ist. Wenn von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht wurde, liege die Schuld nicht bei ihm.
Gitteldes Bürgermeister Helge Güttler brachte in seiner Ansprache mehrfach zum Ausdruck, dass er den Umwandlungsvertrag unterstützt, und den eingeschlagenen Weg für sinnvoll hält.