HGV findet keinen neuen Vorsitzenden

Mitglieder des HGV-Vorstandes zusammen mit nicht mehr Amtierenden und den Gästen. (Foto: Bordfeld)

Bürgermeister Helge Güttler und Harald Dietzmann dankten dem Heimat- und Geschichtsverein für die geleistete Arbeit

Bereits im September des letzten Jahres tat Harald Hartje dem Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins Gittelde kund, dass er aus beruflichen Gründen nicht noch einmal zur Wahl des ersten Vorsitzenden zur Verfügung stehen wird. Trotz dieses rechtzeitigen Hinweises hat sich aber kein Nachfolger gefunden, was jetzt während der überaus gut besuchten Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Aus dem Grund werden sich die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Horst Ahrens und Charlotte Arnold, bis zur Jahreshauptversammlung 2014 satzungsgemäß um die Belange des 1984 ins Leben gerufenen Vereins kümmern.
Weil Hannelore Beckmann als Kassenführerin ebenfalls aufhörte, dafür aber als Beisitzerin benannt wurde, wurde Brunhilde Nickisch einstimmig neu in dieses Amt gewählt. Ebenso einstimmig wurde Bodo Biegling als Schriftführer wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden außerdem Kathrin Kubitzky, Karola Hennig und Uwe Kipp noch ernannt. Da Jutta Meier und Gründungsmitglied Irmgard Lagershausen nicht mehr als Beisitzerinnen fungieren wollten, erhielten sie ebenso, wie Harald Hartje und Hannelore Beckmann, ein Erinnerungs- und Dankeschönpräsent. Zum Kassenprüfer wurde Richard Ulbrich, zum Stellvertreter Klaus Starfinger gewählt.
Zuvor legten aber Harald Hartje und Ortschronist Bodo Biegling ihre Berichte im Gemeindezentrum Gittelde vor. Der erste Vorsitzende erinnerte daran, dass die Geschichte der Gittelder Münze durch Uwe Kipp viel Aufmerksamkeit erfahren habe. Der Tag der offenen Tür beim HGV sei überaus gut angekommen. Aus dem Grunde wird er am Erntedankfest, am 6. Oktober, erneut durchgeführt. Sehr wichtig sei auch die Tatsache gewesen, dass die BIS (Beschäftigungsinitiative der Samtgemeinde Bad Grund), die mittlerweile BIG (Betreuungsinitiative Gemeinde Bad Grund) heißt, im Herbst die Außenfassade der Scheune auf Vordermann gebracht hat.
Bodo Biegling begann in seiner Rückschau mit dem von ihm herausgegebenen Buch „Der Flecken Gittelde“. Bis heute seien mehr als 500 Exemplare verkauft worden, und es könnte sein, dass zum Jahresende ein Folgeband erscheint. Das Konzept stünde schon – es müsse nur umgesetzt werden. Darin könnten Aufsätze über die Schenkungsurkunden von Otto I bis zum Rezept für die Gittelder Leberklöße mit Kartoffelsalat und Kürbis, zu finden sein.
Auch er kam auf die Scheune zu sprechen und mahnte an, dass im Innenbereich ebenfalls Hand angelegt werden müsse. Zum Thema „Zusammenarbeit mit der Grundschule Gittelde“ versicherte er, dass diese unverändert gut sei. Auf Drängen von Schulleiterin Rotraud Dröge habe er sich „breitschlagen“ lassen, an dem Projekt „Begabtenförderung“ mitzumachen. So werde er, gemeinsam mit Hannelore Beckmann, das Thema „Schreiben und Lesen der alten Deutschen Schrift“ in Angriff nehmen.
Ebenso gut wie mit der Grundschule sei aber auch die Zusammenarbeit mit den umliegenden Heimatvereinen. Biegling ließ auch schon feststehende Termine nicht unerwähnt. So wird es am „Tag der offenen Tür“ wieder ein Highlight geben, dafür werden Ulrich Wrede aus Osterode und Kasten Beyer aus Förste mittels selbstgemalter Bilder, Modellen und Exponaten sorgen, die sich alle um die Kreisbahn Osterode/Kreiensen drehen werden.
Apropos Bilder. Wer noch welche auf dem Boden, im Keller oder in irgendeiner Schublade findet, sollte diese nicht wegwerfen, sondern dem HGV zur Verfügung stellen. Für die Mehrtagesfahrt, die vom 23. bis 25. Mai nach Potsdam führt, sind noch ein paar Plätze frei. Wer mitfahren möchte, sollte sich bei ihm melden. Am 16. März wird Dr. Wolfgang Lampe, Leiter des Bergamtes Clausthal, während eines Klönnachmittag über das Thema „Die Oberharzer Wasserwirtschaft“, besser bekannt als das „Oberharzer Wasserregal“, referieren. Im Herbst wird es vermutlich einen zweiten Klönnachmittag geben. Dann wird Heike Grobis vom HGV Osterode über die Familie Schachtrupp sprechen, welche im 19. Jahrhundert Bleiweiß hergestellt hat und damit sehr reich wurde. Aufgrund des aufwendigen Lebensstiles waren sie allerdings nach einigen Jahren hochverschuldet und pleite. Zu beiden Veranstaltungen werde rechtzeitig eingeladen.
Aber auch Bürgermeister Helge Güttler und Harald Dietzmann, der sich nach eigener Aussage auf Abschiedstour als Samtgemeindebürgermeister befindet, meldeten sich zu Wort. Sie dankten dem HGV für die bislang geleistete Arbeit und wünschten der guten Mannschaft auch weiterhin alles erdenklich Gute. Dietzmann versicherte, dass auch bei der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde Bad Grund Gittelde ein interessanter Flecken bleibe, der sein Museum behalten wird. Diese Tatsache gelte auch für die anderen Gemeinden, die zu Ortschaften werden.