Rosen für Frauenhilfe-Schwestern

Elfriede Hochwald vor ihrem gestrickten Wandbild, welches im Gemeinderaum in Gittelde zu sehen ist. (Foto: Bordfeld)

Evangelische Frauenhilfe Gittelde-Teichhütte feierte 100-jähriges Jubiläum

100 Jahre nach der Gründung der evangelischen Frauenhilfe Gittelde-Teichhütte durch Pastor Peckmann, überreichte Propst Thomas Gleicher in der St.-Mauritius-Kirche Gittelde den Schwestern jeweils eine Rose als Zeichen des Dankes und der Anerkennung.

Ein weiteres Highlight dieser liturgischen Feierstunde war aber der 7,50 Meter lange Tischläufer. Er bestand aus vielen, von den Schwestern der Frauenhilfe gestrickten, gehäkelten oder genähten Deckchen, die sorgsam zusammengefügt und am Ende der Festlichkeit von den Frauen in voller Länge präsentiert wurde. Dieses gute Stück wird in Zukunft genau den Tisch zieren, an dem sie sich an jedem zweiten Donnerstag im Monat im Gemeinderaum des Pfarrhauses treffen, um weiterhin über „Gott und die Welt“ zu reden, und sich auf neue Interessentinnen freuen werden.
Bevor es aber Rosen „regnete“ und der Läufer vorgestellt wurde, schauten Pfarrerin Melanie Mittelstädt und Heide Neumann, die seit 20 Jahren die Leitung der Frauenhilfe in den Händen hält, auf die ersten 100 Jahre dieser Einrichtung zurück. In denen gingen die Mitglieder durch wechselvolle Zeiten. Der Weg führte durch beide Weltkriege, und somit durch viele von Not geprägte, entbehrungsreiche Jahre, denen sich aber vom Aufwärtstrend geprägte Epochen, wie beispielsweise der Wirtschaftsaufschwung, anschlossen. In all den Jahrzehnten blieben sie ihrem Motto treu: Gute Gemeinschaft miteinander erleben, sowie dort zu helfen, wo Hilfe nötig war und ist. Schließlich ist eine der tragenden Säulen der Frauenhilfe immer noch „für andere da sein“.
Genau so unterschiedlich, wie die Zeiten und die selbst gestellten Aufgaben es waren, so habe das „füreinander da sein“ ebenfalls ganz unterschiedliche Gesichter gehabt. In der Liebe zum Nächsten habe sich allerdings der Ton nie geändert. So werden auch im zweiten Jahrhundert des Bestehens Spendenaktionen für Menschen in Not und gemeinnützige Projekte in und über die  Kirchengemeinde hinaus im Mittelpunkt stehen. Denn es ist der Geist der Gemeinschaft und der Nächstenliebe, der die Frauenhilfe in all den Jahrzehnten immer wieder zusammengehalten und ihr Kraft gegeben hat. Die beiden Rednerinnen präsentierten ein kleines und inhaltsreiches Jubiläums-Päckchen, in dem nicht „nur“ ein Schutzengel zu finden war, sondern viele wichtige Kleinigkeiten des Alltags, die alle für die Stärke der Gemeinschaft wichtig sind.