Spender sind sich ihrer Verantwortung bewusst

Ortsvereinsvorsitzende Marion Zimmermann schaut bei Blutspender Harald Hartje nach dem Rechten. (Foto: Kluge)

Blutspende in Gittelde ist sehr gut besucht

Gittelde (cfk). Manchmal können tragische Ereignisse zu sinnvollen Entscheidungen führen. Wie bei Gitteldes Ratsherr Olaf de Vries. „Als Kind verbrachte ich ein lange Zeit im Krankenhaus“, berichtet er, „und da habe ich mitbekommen, wie wichtig Blutspenden ist.“ Somit war es für ihn wieder eine Selbstverständlichkeit, zur Blutspende des DRK im hauseigenen Kindergarten in Gittelde zu gehen. So wie für weit über 60 andere Spender.
Ortsgruppenleiterin Marion Zimmermann war die Freude über die hohe Spenderzahl anzusehen. „Es sind schon 65 Spender“, frohlockte sie bereits eine Stunde vor Ende der Aktion. Besonders erfreulich war, dass sich darunter gleich vier Erstspender befanden. Die wurden sicher nicht allein durch das üppige Buffet gelockt, das die DRK-Ortsgruppe aufgebaut hatte. Von warmen Leberkäs'- Semmeln über Kuchen, Erdbeeren, Canapés und Salat war an nichts gespart worden, um die Spender des Lebenssaftes wieder zu stärken.
Das Blutspendeteam aus Springe hatte sich in den Räumen des Kindergartens verteilt. So wurde an den einzelnen Stationen etwas Intimsphäre gewahrt. Lediglich in dem Raum, in dem die Spender dann zur Ader gelassen wurden, standen mehrere Liegen. So konnten die Personen, die immerhin einen halben Liter Blut abgeben, stets beobachtet werden, und die DRK-Mitarbeiter hatten den gesundheitlichen Zustand stets im Blick.
Harald Hartje geht das Blutspenden sehr relaxed an. Bereits zum 29. Mal liegt er hier und lässt sich Lebenssaft abzapfen. „Ich bin täglich auf der Autobahn unterwegs und sehe, was da so alles in den Leitplanken hängt“, begründet er salopp, warum er spendet, halt „um anderen zu helfen.“
Besonders begehrt dabei sind die „negativen“ Blutgruppen. AB mit dem Rhesus-Faktor negativ hat nur ein Prozent der Bevölkerung, wie Zimmermann anhand einer kleinen Liste des Blutspendedienstes nachschlägt. Auch B negativ (zwei Prozent), 0 negativ und A negativ (je sechs Prozent) sind begehrt, die einzige „positive“ seltene Gruppe ist AB (vier Prozent). So sollte jeder eigentlich zu Hause einmal in seinen Impfpass schauen, ob er nicht Werte in seinen Adern schlummern hat, die Leben retten können. Aber auch die gängigen Blutgruppen sind heiß begehrt, und weh tut Blutspenden auch nicht. Dafür gibt es dem Blutspender das Wissen, etwas Gutes getan zu haben.