Tempokontrolle mit Sonnenenergie

Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann (links) und Frank Machnik von der Ortsverkehrswacht (rechts) erklären Karl-Heinz Olbrich, interessierter Radfahrer aus Gittelde, die Funktion des umgerüsteten Geschwindigkeitsmessgerätes. (Foto: Bordfeld)

Umgerüstetes Geschwindigkeitsmessgerät in Teichhütte aufgestellt

Gittelde (pb). Wer in den vergangenen Tagen einmal etwas aufmerksam in Teichhütte die Thüringer Straße entlanggefahren ist, dem dürfte in Fahrtrichtung Gittelde das mobile Geschwindigkeitsmessgerät aufgefallen sein. Um die flexible Handhabung des vor einigen Jahren von Sponsoren finanzierten und von der Ortsverkehrswacht Bad Grund/Osterode betriebenen Gerätes zu erleichtern, ist es jüngst mit einer unabhängigen Stromversorgung ausgestattet wurde. Die Anschaffung der Solarzellenanlage wurde über Zuschüsse der Landesverkehrswacht und der Samtgemeinde Bad Grund ermöglicht. Innerhalb von acht Tagen sausten an ihm übrigens 18.695 Kraftfahrzeuge mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,1 km/h vorbei.
Das hört sich zunächst erfreulich an. Wenn man aber bedenkt, dass allein 9103 Fahrzeuge schneller als die erlaubten 50 km/h, 1931 schneller als 60, 261 schneller als 70, 44 schneller als 80, 17 schneller als 90 und fünf sogar schneller als 100 km/h gefahren sind – der schnellste hätte sehen müssen, dass die Tachonadel seines Wagens erst bei 106 zum Stehen kam – ist doch schon Grübeln angesagt. Befindet sich dieser Straßenzug doch letztendlich innerhalb einer Ortschaft und in direkter Nähe eines viel benutzten Fußweges und einer (Schul-) Bushaltestelle.
Die Erfahrung belegt aber, dass ohne eine Geschwindigkeitsanzeige die Werte sogar noch darüber hinausgehen. Im Sinne eines sicheren Straßenverkehrs wird an alle Verkehrsteilnehmer appelliert, sich unbedingt an die Höchstgeschwindigkeit zu halten. Nicht zuletzt können so empfindliche Strafen vermieden werden, wenn an selber Stelle die Geschwindigkeit von der Straßenverkehrsbehörde oder der Polizei kontrolliert beziehungsweise gemessen wird.
Das Messgerät hat übrigens noch eine Besonderheit: Es misst nicht nur in eine Richtung, sondern auch die Geschwindigkeit der entgegenkommenden Fahrzeuge. Auch wenn es nur die Geschwindigkeit zwischen 40 km/h und 70 km/h anzeigt, registriert und misst das Gerät auch die langsamer oder schneller fahrenden Fahrzeuge.
Das Gerät wird jetzt erst einmal noch in der Thüringer Straße bleiben und dann von Frank Machnik, Vorstandsmitglied der Ortsverkehrswacht, nicht nur anderorts aufgestellt, sondern auch gewartet.
Wer diese Apparatur in seinem Straßenzug betreiben lassen möchte, der sollte sich mit der Verwaltung der Samtgemeinde Bad Grund in Verbindung setzen; beispielsweise per E-Mail an: info@sgbadgrund.de (Stichwort „Geschwindigkeitsmessegerät).