Altenauer-Werbung als „sexistisch“ verurteilt

Kommt gar nicht gut an. Die Altenauer-Bierwerbung in der aktuellen „Wölti-Postille“.

Junge Hexe als Werbebotschafterin stößt Landesfrauenrat negativ auf

Für mächtig Wirbel sorgt aktuell die Werbe-Kampagne der Altenauer Brauerei im Oberharz. Für ihr „Harzer-Hüttenbier“ hat die Brauerei jüngst eine moderne Hexen-Figur entwerfen lassen. Das Motiv, eine junge Frau in engen Jeans und einem tiefausgeschnittenen T-Shirt, mit Schutzbrille und Bierglas in der Hand reitet auf einem Besen. Der Landesfrauenrat Niedersachsen ist mit dieser Darstellung überhaupt nicht einverstanden und bewertet die Kampagne als „sexistisch“.
Die Klosterkammer Hannover, die die Brauerei im vergangenen Jahr übernommen hatte, da das Traditionsunternehmen in die Insolvenz geraten war, reagierte umgehend auf die Kritik und zog die Werbekampagne zurück.
Aufmerksam auf die Anzeige wurde der Landesfrauenrat durch die März-Ausgabe der „Wölti-Postille“, die vom Klostergut Wöltingerode als Informations- und Werbeblatt in eigener Sache verbreitet wird. Auf der Seite drei, der achtseitigen „Postille“ wird mit der Hexe für Altenauer Biere geworben.
Andreas Hesse, Direktor der Klosterkammer Hannover sagte nun: „Als die Beilage in den Zeitungen erschienen ist, habe ich sofort gefordert diesen Teil der Werbung einzustellen.“ Nach eigenen Angaben hat er keine Kenntnis von dieser Werbung gehabt. „Eigentlich vertrauen wir den Werbekampagnen der Brauerei und lassen uns eigentlich vor der Veröffentlichung die neuesten Resultate zeigen“, so Hesse in einem Interview mit dem NDR.
Der Geschäftsführer der Altenauer Brauerei, Günter Heuer, sagte gegenüber einer Nachrichtenagentur, dass ihm die Werbung leid tue, und die Gefühle von Frauen nicht verletzt werden sollten.
Nach Angaben der Klosterkammer Hannover wird inzwischen mit Hochdruck an einer neuen Werbekampagne ohne das umstrittene Hexen-Motiv gearbeitet.