AOK fördert Selbsthilfegruppen

Wie schnell kann jeder von uns in die Lage geraten, Hilfe zu brauchen. Sei es aufgrund einer plötzlichen Erkrankung, eines Unfalls und seinen Folgen oder einer anderen Lebenskrise.

Das gewohnte Leben wird plötzlich durcheinandergewirbelt. Der bisherige Lebensentwurf passt nicht mehr, alles steht Kopf und man ist scheinbar allein mit seinen Problemen.
Der Austausch mit anderen Betroffenen kann dann eine große Hilfe und Stärkung sein. In Deutschland sind ca. 3,5 Millionen Menschen in rund 100.000 Selbsthilfegruppen aktiv. Dabei hat sich das Bild der Selbsthilfe in der Gesellschaft in den vergangenen 25 Jahren enorm verändert. „Eine Selbsthilfegruppe kann eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen oder sonstigen fachlichen Behandlung sein“ erklärt Sabine Trexler, die seit 2015 als AOK-Bereichsleiterin für die gesundheitliche Selbsthilfegruppenförderung im Braunschweiger Land tätig ist.
„Bis vor einigen Jahren war es noch schwierig sich beispielsweise in Krankenhäusern oder bei Ärzten Gehör zu verschaffen. Mittlerweile arbeiten Gesundheitsbehörden, Krankenkassen, Kliniken und Patientenverbände ganz selbstverständlich mit Selbsthilfegruppen zusammen. Und alle profitieren dabei von einander“, freut sich Trexler.
Die AOK-Die Gesundheitskasse für Niedersachsen unterstützt in 2017 landesweit den Bereich der Selbsthilfeförderung mit 2,7 Mio. Euro. Was heißt das für die Selbsthilfegruppen vor Ort? Konkret besteht die Möglichkeit, dass gesundheitsbezogene Aktionen von Selbsthilfegruppen (mindestens 6 Personen), die sich regelmäßig treffen, finanziell unterstützt werden können. Dazu gehören zum Beispiel Vorträge, Workshops und Seminare, die inhaltlich in direktem Zusammenhang mit dem Thema der Gruppe stehen.
Derzeit werden bereits von der AOK in der Region Braunschweiger Land 124 Selbsthilfegruppen für seelische und körperliche Erkrankungen gefördert. Bei allen Fragen rund um das Thema Projektförderung und Beantragung von Fördergeldern wenden sich Selbsthilfegruppen an Sabine Trexler, Telefon (05321) 781 30633, oder per E-mail: Sabine.Trexler@nds.aok.de.