Auf Möbel Fricke folgt Roller-Markt

Das Traditions-Möbelhaus wurde abgewickelt. In das Gebäude wird nun ein Markt des Möbeldiscounters Roller einziehen.

Branchenprimus zieht in der Goslarer Baßgeige ein

Nahezu zeitgleich mit der Bekanntgabe der Insolvenz vom traditionellen Möbelhaus Fricke mit Standorten in Wernigerode und Goslar vor einigen Monaten, schossen auch schon die Gerüchte ins Kraut, dass der Möbelgigant Roller als möglicher Nachfolger ins Fricke-Gebäude einziehen wird.
Nun wurden diese Gerüchte laut einem Bericht der Goslarschen Zeitung in der Donnerstagsausgabe des Blatts bestätigt. Auf den Goslarer Markt von Möbel Fricke, wo gegenwärtig der „Totale Insolvenzverkauf“ in den letzten Zügen liegt, folgt der Branchenprimus Roller, ein Unternehmen der Goslarer Tessner-Gruppe. Voraussichtlich wird die 112. Filiale von Deutschlands größtem Möbeldiscounter im März am Standort Baßgeige einziehen. Aufgrund der vorhandenen Fläche wird nach Informationen der GZ „ein Standard-Roller einziehen, der in der Regel zwischen 6500 und 7500 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist.“
Das der Branchenprimus in Goslar nun auch eine Filiale eröffnet ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, da das Mutterunternehmen ja auch seinen Sitz in der Kaiserstadt hat, und Synergieeffekte mit Tejo möglich sind. Laut dem Bericht der GZ, die mit Tescom-Geschäftsführer Holge Holste gesprochen hat, ist noch nicht sicher, ob ehemalige Mitarbeiter von Möbel Fricke in dem Rollermarkt einen Job finden werden. Es bestehe aber grundsätzlich die Möglichkeit sich zu bewerben. Roller wird übrigens deutlich mehr Jobs zur Verfügung stellen als dies zuletzt das in die Insolvenz geschlitterte Traditionsunternehmen aus Wernigerode konnte.