„Bärenköpfe“ und Conni Buhl begeistern im „Henry’s“

Mit von der CD-Release-Party: Landrat Stephan Manke (links). (Foto: Dagmar Hoffmann)

CD-Vorstellung mit viel Prominenz aus Politik und Kultur / Zwei Zugaben

Gute Stimmung herrschte im ehrwürdigen Kaiserringsaal des „Henry’s“. „Die Bärenköpfe“ mit Axel Dietzsch an der Spitze präsentierten ihre Debüt-CD mit Texten von Fritz Rubin. Viel Prominenz aus Politik und Kultur hatte sich eingefunden. Sogar Axel Dietzschs Mutter hatte den Weg aus Bremen nach Goslar gefunden.
Landrat Stephan Manke betonte im Namen der Stadt Goslar die Unterstützung von Kultur und sozialen Projekten. Fritz Rubin moderierte den Abend mit viel Witz und Charme. Schöner kann man Musik nicht beschreiben als mit folgendem Gedanken: „Musik spricht an, spricht aus, was die Seele denkt und fühlt, Gedichte sprechen an und aus, was die Seele denkt und fühlt.“ Wie man im Strandkorb seine Gedanken spazieren schickt. Daraus entstand der Song „Nixe“, mit dem Axel Dietzsch den musikalischen Abend eröffnete. Ein Song mit Augenzwinkern. Ist die Nixe echt oder nur eine Fata Morgana?
Als nächstes folgte Conni Buhls „Frei wie ein Vogel“ in Dietzscher Variante als allerbester Rocksong. Conni Buhl interpretierte dieses Lied poetischer. Da konnte man das Gefühl von Freiheit erahnen. Mit unvergleichlicher Stimme sang sie sich in die Herzen des Publikums. Eine unfallträchtige Allee auf Rügen inspirierte Fritz Rubin zu seinem Text „Das neunte Kreuz“, der als Crash in einer musikalischen Kakofonie mündet und an dessen Ende das Geräusch eines Rettungshubschreibers zu hören ist.
„66“, eine Homage an Udo Jürgens, glitt ab in den alten Rock´’n’ Roll-Hit „That´ll be the day“, den Axel Dietzsch und Conni Buhl gemeinsam ins Mikro röhrten. Da hätte so mancher gern das Tanzbein geschwungen.
Dabei war es Musik für einen guten Zweck. Ein Teil der Einnahmen fließt in Connis Projekt, die Erforschung von Polycythämia vera. Axel Dietzsch und Conni Buhl haben inzwischen Kontakt zu einem Mediziner aus Magdeburg, der auf dem Gebiet Molekularforschung betreibt. Er war von Conni Buhls offener und frischer Art beeindruckt.
Sie selbst warb eindringlich für die Unterstützung für jede Art Kultur, gleich, ob öffentlich oder privates Engagement. Angelika Weiss-Lucht, Eigentümerin des „Henry’s“, müsse ebenso Unterstützung erfahren. Sie hat den Auftritt der „Bärenköpfe“ ermöglicht.
Die Zuschauer spürten die Leidenschaft und das gute Zusammenspiel der Musiker. Fehlen durfte natürlich nicht der Titelsong der CD. Dietzsch sang ihn als wunderschönen Blues, obgleich von Erdbeeren als Sommerfreuden die Rede ist. Mit „Die Nacht“ verbreiteten sie ein wenig Walzerseligkeit. „The last Curtain“ war eigentlich als Schluss gedacht, doch das Publikum war so begeistert, dass zwei Zugaben nötig waren. Noch einmal die „Nixe“ und „Frei wie ein Vogel“. Fritz Rubin zitierte Martin Luther Kings „I have a Dream“, dieser Traum sei heute wahr geworden. Einen Traum, an dem die Zuschauer mit viel Applaus und Bravorufen teil hatten.