Behörden halten an Verbotszonen am Himmelfahrtstag fest

Am Himmelfahrtstag werden wieder viele gemeisam losziehen. Doch das Trinken ist im Landkreis Goslar nicht überall gestattet.

Auch in diesem Jahr halten die Behörden an den Verbotszonen am Himmelfahrtstag fest.

Betroffen sind die Innerstetalsperre, die Granetelsperre und die Steinbergwiesen bei Goslar. Entsprechende Allgemeinverfügungen wurden bereits veröffentlicht. Diese Entscheidung treffen die Städte Goslar und Langelsheim sowie das Niedersächsische Forstamt Clausthal nach Abstimmung mit Polizei und Kreisverwaltung nicht zum ersten Mal. Bereits seit 2013 wird diese Vorgehensweise praktiziert. Auslöser für diesen Schritt waren massive Ausschreitungen im Rahmen der „Vatertags-Feierlichkeiten“ im Jahr 2012. Damals hatten sich große Menschengruppen an der Granetal- und Innerstetalsperre zum gemeinschaftlichen Feiern verabredet. Die Veranstaltungen eskalierten derart, dass mehrfaches Eingreifen der Polizei nötig war. Neben lautstarken Pöbeleien, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen entzündeten die Gruppen wilde Lagerfeuer und hinterließen große Müllansammlungen. Nach erneuten Ausschreitungen im Jahr 2013 auf den Steinbergwiesen bei Goslar wird dieses Gebiet seitdem ebenfalls in die Verbotszonen einbezogen. Mit diesen Maßnahmen verknüpfen die Behörden die Hoffnung, dass ein achtsamerer Umgang des Alkoholgenusses erfolgt, und die Ordnungskräfte in schwierigen Situationen besser Eingreifen können. Die Polizeidienststellen werden am Himmelfahrtstag mit Angehörigen der Bereitschaftspolizei, der Diensthundeführergruppe und der Reiterstaffel personell verstärkt, um gemeinsam mit den Gemeinden die Einhaltung der Verbotszonen zu überwachen. Unabhängig von diesen besonderen Maßnahmen werden die Einsatzkräfte selbstverständlich auch im übrigen Zuständigkeitsbereich darauf achten, dass es nicht zu Alkoholexzessen kommt. Dadurch soll garantiert werden, dass alle den Feiertag entspannt genießen können.

Die Verbotszonen im Überblick:
Die ausgesprochenen Verbote gelten an Innerstetal- und Granestalsperre jeweils für den Talsperrendamm und einen Korridor rund um die Talsperren. Dieser Korridor reicht jeweils von der Wasserfläche bis 50 Meter über die rund um die Talsperren verlaufenden Wege hinaus. Ferner gelten die Verbote auf dem Gelände zwischen „Kleinem Schlüsseltal“ im Norden und „Großem Schlüsseltal“ im Süden sowie dem Nonnenberg vom unteren bis zum oberen Steinbergparkplatz einschließlich der Steinbergwiesen im Osten sowie für den Bereich des Graneblockhauses.