Bei Sanierung auf Asbest achten – Tipps der Kreisverwaltung

Gefährlich: Asbestabfälle.

Fasern und Stäube können schwere Erkrankungen verursachen / Entsorgung muss angemeldet werden

Goslar (bo). Asbestzement ist als Baustoff heute verboten. Beim Sanieren älterer Gebäude finden Eigentümer und Firmen aber immer wieder Asbest vor, beispielsweise in Fassadenverkleidungen oder Dachabdeckungen. Freigesetzte Asbestfasern können zu Gesundheitsschäden führen. Der Fachdienst Umwelt des Landkreises Goslar weist daher auf die erforderlichen Schutzmaßnahmen hin:
•Während der Arbeiten sollten Atemschutzmasken mit P2-Filter und Einweganzüge getragen werden.
•Der Baustellenbereich ist abzusperren und gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
•Fenster und Türen im Arbeitsbereich müssen geschlossen sein.
•Das Material darf nicht zerkleinert werden.
•Abschleifen, Sägen, Anbohren oder ähnliche Bearbeitung sind nicht zulässig.
•Bauteile aus Asbestzement sind mit Wasser feucht zu halten und ohne Zerstörung abzunehmen. Hochdruckreiniger dürfen dabei nicht verwendet werden.
•Nach Abschluss der Arbeiten müssen alle von Asbeststaub berührten Oberflächen feucht gereinigt oder mit einem Indus­triesauger mit Spezialfilter abgesaugt werden.
•Anschließend werden die Asbestabfälle möglichst in reißfeste „Big-Bags“ verpackt und als „Asbest belastet“ gekennzeichnet.
„Eingeatmete Asbestfasern und -stäube können zu schweren Erkrankungen führen“, erklärt Claudia Thiele vom Fachdienst Umwelt. „Maßnahmen zum Schutz von Bewohnern, Nutzern und Nachbarn sind deshalb unerlässlich.“ Asbestzementabfälle aus dem Kreisgebiet müssen als Sonderabfall über die Abfallentsorgungsanlage „Im Heiligenholz“ entsorgt werden. Die Entsorgung ist vorher unter (05321) 336310 anzumelden.
„Für Unternehmen, die gewerblich mit Asbest umgehen, gibt es weitergehende Verpflichtungen“, führt Claudia Thiele aus, „Hausbesitzer, die asbesthaltige Fassaden oder Dächer durch eine Firma sanieren lassen, sollten sich deshalb vergewissern, dass die Firma über die notwendige Sachkunde verfügt.“
Weitere Infos: www.landkreis-goslar.de/Abfallüberwachung.