Bergungseinsatz an der Odertalsperre

Übung der Höhenrettungsgruppe Clausthal-Zellerfeld / Person aus 55 Meter tiefem Schacht geborgen

Bad Lauterberg (bo). Zu einem Bergungseinsatz in Bad Lauterberg wurde die Höhenrettungsgruppe Clausthal-Zellerfeld (SRHT – Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen), die sich aus Kräften der Feuerwehr und der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zusammensetzt, am Samstagnachmittag angefordert. Durch einen technischen Defekt in einem elektrischen Baustromverteiler kam es in der Kernkammer der Odertalsperre zu einem Schwelbrand. Zwei der vor Ort tätigen Arbeiter wurden vermisst.
Diese Ausgangslage, zum Glück nur ein Übungsszenario, ausgearbeitet durch die Freiwillige Feuerwehr Bad Lauterberg, bot sich den zehn eingesetzten Höhenrettern bei ihrem Eintreffen an der Talsperre. Bereits im Einsatz waren bis dahin die Freiwilligen Feuerwehren aus Bad Lauterberg, Barbis, die DRK-Bereitschaft Bad Lauterberg sowie der örtliche Rettungsdienst. „Unsere Aufgabe bestand darin, eine verletzte Person vertikal mittels Gebirgstrage aus einem circa 55 Meter tiefen Schacht zu bergen“, so Michael Schulz, Gruppenführer der Höhenrettungsgruppe. „Die vor Ort befindlichen Feuerwehren hatten bereits gute Vorarbeit geleistet und so konnten wir uns nur auf den Verunglückten konzentrieren“, so Schulz weiter. Die Ziele der Übung waren unter anderem das Kennenlernen der Örtlichkeiten sowie die Festigung der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und der Höhenrettungsgruppe.