Clausthaler Flutgraben für Hirschbrunft-Erlebnis zeitweilig gesperrt

Die Rotwildbrunft ist ein unvergessliches Naturerlebnis. (Foto: Sobotta)

Geführte Wanderungen zur Wildtierbeobachtung im Nationalpark Harz

Wernigerode / Braunlage (bo). Viele Menschen warten schon ungeduldig auf die Brunftzeit des mächtigen Rotwildes im Harz. Denn wer einmal einen kapitalen Hirsch zu Gesicht und dabei eine Gänsehaut vom lauten Röhren der Tiere im dunklen Wald bekam, wird dieses Naturschauspiel nicht wieder vergessen. Doch die Tiere brauchen Ruhezonen, um ihr eindrucksvolles Verhalten entwickeln zu können. Jede Störung ist dabei Tierquälerei und führt zur Veränderung des natürlichen Verhaltens der Tiere bis hin zum Rückzug.
Daher sperrt die Nationalparkverwaltung Harz in diesem Herbst den Weg entlang des Clausthaler Flutgrabens für den normalen Wanderverkehr bis einschließlich Dienstag, 25. September. Alle Besucher werden dafür um Verständnis gebeten - die Tiere werden es uns mit unvergesslichen Hirschbrunft-Abenden danken.
Zu diesem Zweck führen Nationalpark-Ranger noch bis 25. September Gruppen zur Hirschbrunft im Bereich des Clausthaler Flutgrabens. Startpunkt ist jeweils um 18 Uhr der Wandertreff am Biathlonstadion in Sonnenberg bei Sankt Andreasberg. Details zu diesen und zahlreichen weiteren geführten Wanderungen sind unserem Veranstaltungskalender zu entnehmen.
Weitere Angebote zur Tierbeobachtung bietet der Nationalpark in den Bereichen Bad Harzburg und Sankt Andreasberg. Im Wald Tiere auf eigene Faust zu beobachten, ist gar nicht so leicht. Bei einem Besuch der Wildtier-Beobachtungsstationen an der Nationalpark-Waldgaststätte Molkenhaus bei Bad Harzburg oder im Odertal könnten Gäste allerdings mehr Glück haben. Daher werden von Nationalpark-Rangern Führungen zu den beiden Wildtier-Beobachtungsstationen mitten im Nationalpark Harz angeboten.