Conni Buhl mit den „Bärenköpfen“ am 21. Januar „in concert“

Was haben Bärenköpfe, Erdbeeren und eine Krankheit auf den ersten Blick zu tun? Nicht viel. Alles begann mit Fritz Rubins Auftritt im Rast:Werk vor zwei Jahren. Er las selbstverfasste Texte von den Höhen und Tiefen des Lebens. Liedermacher Axel Dietsch war davon so begeistert, dass er selbst auf seiner Gitarre den „Strawberry Blues“ improvisierte. Alsdann komponierte er die Musik zu den Texten. Gemeinsam mit sieben befreundeten Musikern nahm er eine CD auf, die den Titel „Erdbeeren“ trägt. Die leckeren roten Früchte werden in einem Gedicht besungen, das sehr häufig im Internet angeklickt wurde. Herausgekommen ist eine Auswahl von Liedern von Chancen und Lasten des Älterwerdens, aber auch Humorvolles, zum Beispiel das Lied „Nixe“. Conni Buhl und Axel Dietsch singen die Texte im Blues- und Chansonstil. Die Band nennt sich „Die Bärenköpfe“ nach dem gleichnamigen Höhenzug bei Othfresen, wo Fritz Rubin wohnt. Es sind sieben Musiker: Schlagzeuger Alex Trommer, Gero Laube am Akkordeon, Violinist Michael Rolke, Gitarrist Franz-Peter Christoph, Keyboarder Christian Luthard, Perkussionist Heinz G. Harbart. Last, but not least Axel Dietsch mit Gesang und Akustikgitarre. Über Christian Luthard kam Conni Buhl in Kontakt mit den Bärenköpfen. Sie leidet unter einer seltenen Form von Blutkrebs, die noch unerforscht ist und gegen die es daher keine Therapiemöglichkeiten gibt. Die daraus folgenden Beschwerden beeinträchtigen Conni Buhls Alltag massiv. Um Gelder zur Erforschung ihrer Krankheit zu sammeln, hat sie einen Verein gegründet, die „Deutsche Gesellschaft zur Erforschung von Polycythaemia vera“.
Als Vorsitzende dieser Gesellschaft geht sie mit Vorträgen an die Öffentlichkeit. Daneben hat sie ihren schwankenden Gesundheitszustand und dessen Folgen musikalisch verarbeitet. Aufgetreten ist sie unter anderem im September 2009 in Seesen. Bekannt ist ihr Song „Meine Zeit hat Flügel“. Im Sommer letzten Jahres organisierte sie als erstes Benefizkonzert mit vielen regionalen und überregionalen Liedermachern und einem großen Kulturprogramm. Vor ihrer Musikerkarriere hat sie Chorprojekte mit Kindern durchgeführt. Zur CD „Erdbeeren“ hat sie den Song „Frei wie ein Vogel“ beigesteuert. Am Samstag, 21. Januar, steigt im Goslarer „Henry’s“ am Marktplatz der Auftritt der „Bärenköpfe“, durch den Connis Projekt ebenfalls unterstützt wird. Beginn ist um 20 Uhr. Wer weiß, vielleicht könnte sich so etwas wie eine Singer-Songwriter-Szene hier im Harz etablieren.