Den Treibstoff der Moderne recyceln

Aus Elektronikschrott lassen sich Seltenerdelemente recyceln. Wie ergiebig der Anteil an diesen Elementen ist, soll nun ein Forschungsprojekt herausfinden. (Foto: Elpro)

TU Clausthal startet mit Partnern Forschungsprojekt zum industriellen Rycycling Seltener Erden (SEMAREC)

Kaum ein Mensch kann sich sein Leben in unserer heutigen Zeit noch ohne Smartphone, Laptop oder Flachbildfernseher vorstellen. Die nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit dieser Technologieprodukte sehen wir inzwischen als ebenso selbstverständlich an, wie das täglich frische Brot beim Bäcker um die Ecke oder das Benzin an der Tankstelle.
Dabei ist die Herstellung von Smartphone, Tablet, Laptop und Co. ebenso wie das Backen von Brot oder die Produktion von Benzin vom Einsatz wichtiger Rohstoffe abhängig. Im Fall der technischen Helferlein, die unser Leben fast genauso revolutioniert haben wie einst die Erfindung der Elektrizität, werden ebenfalls Rohstoffe benötigt, die zwar nicht ganz so knapp bemessen sind wie die weltweiten Rohölvorkommen (Stichwort Benzin), aber trotzdem auf gewisse Art endlich sind. Die Rede ist von den so genannten Seltenen Erden, einer Gruppe von einzelnen Metallen beziehungsweise chemischen Elementen ohne die kein iPod, kein PC aber auch kein Hybridauto oder Windrad (Stichwort Energiewende) hergestellt werden kann.
Im Zusammenhang mit Seltenen Erden wird auch von den „Glorreichen 17“ gesprochen, das ist die Zahl der Seltenerdmetalle die so geheimnisvolle und abenteuerliche Namen wie „Scandium“ oder „Yttrium“ tragen.
Zwar sind die Seltenen Erden im Vergleich zu vielen anderen Metallen gar nicht so selten, wie es ihr Name auf den ersten Blick vermuten lässt, doch wird die stetig steigende Nachfrage letztlich dazu führen, dass uns auch die Seltenen Erden eines schönen Tages ausgehen werden. Vor diesem Hintergrund ist es also auch nicht falsch, Seltene Erden als Treibstoff der Moderne oder gar als das „Öl der Zukunft“ zu bezeichnen, da diese Rohstoffe von großer wirtschaftsstrategischer Bedeutung ist.
Aus diesem Grund sind Forscher weltweit bemüht, die Seltenen Erden, die in Windrädern, Festplatten oder Flachbildfernsehern verbaut sind, wiederaufzubereiten sprich zu recyceln.

Bemerkenswertes Vorhaben der Clausthaler Forscher

Einen bemerkenswerten Vorstoß in diesem Bereich will nun ein Konsortium bestehend aus dem Lehrstuhl für Rohstoffaufbereitung und Recycling der TU Clausthal, der Innova Recycling GmbH, der Elpro Elektronik-Produkt Recycling GmbH und der PPM Pure Metals GmbH wagen. Das Projekt soll eine industriell umsetzbare Recycling-Technologiekette für NdFeB-Magnete entwickeln (Seltenerd-Magnet-Recycling (SEMAREC). Das Projekt wird im Rahmen des Förderschwerpunktes „r4 – Innovative Technologie für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe“ im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 800.000 Euro gefördert.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe (3. Juni) des „Beobachter“.