Denkmäler öffnen ihre Türen

Das Erzbergwerk Rammelsberg bietet am „Tag des offenen Denkmals“ wieder spannende Einblicke. (Foto: Goslar Marketing GmbH/Stadt Goslar)

„Handwerk, Technik, Industrie“ lautet das Motto am Sonntag, 13. September, an vielen Orten Goslars und der Region

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September findet der „Tag des offenen Denkmals“ statt. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautet „Handwerk, Technik, Industrie“.
Historische Bauten und Stätten öffnen an diesem Tag ihre (sonst verschlossenen) Türen für Besucher und laden zu Streifzügen in die Vergangenheit ein.

Huldigungssaal im Rathaus: Der Huldigungssaal ermöglicht neben einem Blick in das Original auch einen multimedialen Einblick in die Geschichte des Raumes in der originalgetreuen Nachbildung. Die kleinen Besucher erwartet ein Kinderquiz. Eintritt 1 Euro. Öffnungszeiten: 10 bis 16 Uhr (Adresse: Markt 1, 38640 Goslar)
Weltkulturerbe Rammelsberg: Das Weltkulturerbe Rammelsberg bietet zum Tag des offenen Denkmals besondere Führungen zum Archäologischen Grabungsfeld am Alten Lager. Hier wurde ein bisher unbekannter Stollen freigelegt, in den der Besucher von oben hineinschauen kann.
Bei der Vorführung historischer Fahrzeuge können die Besucher zum Beispiel einen 8,5 Tonnen schweren Radlader in Aktion sehen. Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr, Führung zum Grabungsfeld: 11 und 15 Uhr, Vorführung historischer Fahrzeuge: 13 und 16 Uhr, Scherenschnitt zum Kennenlernen und Mitmachen: 10 bis 17 Uhr (Adresse: Bergtal 19, 38640 Goslar)
Lohmühle am Klapperhagen: Die Lohmühle gehört zu den wichtigsten technikgeschichtlichen Denkmälern in Niedersachsen und besitzt eines der wenigen noch erhaltenen, mit Wasserkraft angetriebenen Stampfwerke in Deutschland. Zwischen 14 und 17 Uhr werden das Wasserrad und das mächtige Stampfwerk der Mühle in Bewegung gesetzt. Es wird gezeigt, wie hier in früheren Jahrhunderten aus Fichten- und Eichenrinde sogenannte Lohe zum Gerben von Leder hergestellt wurde. Die Vorführung erfolgt unter Vorbehalt eines ausreichenden Wasserstands in der Abzucht. Öffnungszeiten: 14 bis 17 Uhr (Adresse: Lohmühle, Klapperhagen, 38640 Goslar)
Krypta Kloster Riechenberg: Das Augustiner-Chorherrenstift Riechenberg wurde 1117 zunächst als Benediktiner-Kloster gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die leerstehende Stiftskirche als Steinbruch genutzt. Die romanische Krypta ist bis heute erhalten und kann besichtigt werden. Serviert werden Kaffee und Tee sowie um 18 Uhr ein gregorianisches Vesper der Gethsemanebruderschaft in der Kapelle. Öffnungszeiten: 15 bis 18 Uhr, Führungen: stündlich bis 17 Uhr (Adresse: Gut Riechenberg 1, 38644 Goslar)
Sudmerberger Warte: Der 14 Meter hohe denkmalgeschützte Aussichtsturm auf dem Sudmerberg stammt aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts und war Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt Goslar. Öffnungszeiten: 11 bis 15 Uhr, Führungen: stündlich (Adresse: Sudmerberg, Bergknick, 38644 Goslar). Besonderheit: Keine Anfahrt mit dem Pkw möglich, circa 30 Minuten Fußweg vom Parkplatz Schützenhaus Sudmerberg.
Bergarbeiterwohnhaus: Das ehemalige Bergarbeiterwohnhaus stammt aus der Zeit um 1600 und ist ein bauliches Dokument des Wohnens in früheren Jahrhunderten. Ganztägig wird historischer Scherenschnitt zum Mitmachen angeboten. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, Führungen: nach Bedarf (Adresse: Forststraße 23, 38640 Goslar)
Logenhaus: Das Ackerbürgerhaus von 1501 ist seit 1808 im Besitz der Freimaurerloge Hercynia zum flammenden Stern. Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das Haus seine Türen und bietet Führungen durch Mitglieder der Loge an. Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Führungen: nach Bedarf (Adresse: Kornstraße 8, 38640 Goslar)
St. Annenhaus: Das St. Annenhaus zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern Goslars, und wurde ab 1488 als spätmittelalterliches Hospital geführt. Im Haus befinden sich unter anderem eine mittelalterliche Küche und eine Hauskapelle mit einem Barockaltar, sowie die Margaretendecke von circa 1440. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr, Führungen: nach Bedarf (Adresse: Glockengießerstraße 65, 38640 Goslar)
Burg Vienenburg: Die Besucher können sich auf einen Blick in die Burg Vienenburg freuen, die um 1300 von Graf Burchard VII errichtet wurde. Diese ist seit 1963 in Privatbesitz.
Der Bergfried und das Burg-Café sind in Vienenburg geöffnet. Um 11 Uhr eröffnet auf der Burg die Ausstellung zum Thema „Trotz alledem Kunst“ durch die Künstlergruppe „Quadro“. Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr, Führungen: nach Bedarf (Adresse: Burgweg 2, 38690 Vienenburg)