Der Maler Reinecke-Altenau – eine Erfolgsstory

Sonntagsmatinee im Weltkulturerbe Rammelsberg

Goslar (bo). Im Rahmen einer Sonntagsmatinee am Sonntag, 24. Juni, um 11 Uhr referiert Dr. Kai Gurski am Rammelsberg zum Thema „Der Maler Reinecke-Altenau – eine Erfolgsstory“.
Karl Reinecke-Altenau (1885-1943) galt zeitlebens als originärer und authentischer Harzer „Heimatkünstler“. Mit seinen Gemälden, Holzschnitten, Buchillustrationen, Gedichten, Erzählungen, Romanen, Liedern sowie mit volkskundlichen Studien, heimatschützerischen Vorstößen und seinen „volkstumspflegerischen“ Aktivitäten wurde er zu einer kulturell einflussreichen und bis heute nachwirkenden Identifikationsfigur des Harzes.
Seit mehr als 70 Jahren wird jeder, der das Erzbergwerk Rammelsberg über das Zechenhaus betritt, ob Bergmann oder später Museumsbesucher, von dem eindrucksvollen monumentalen Wandgemälde in der zentralen Lohn- und Festhalle begrüßt. Gemeinhin wird dem Bild unterstellt, dass es sich um eine wirklichkeitsnahe Darstellung bergmännischen Alltags und volkstümlicher Traditionspflege handle. Die Entdeckung von zwischenzeitlich übermalten Bildmotiven und die Einbeziehung des zeithistorischen Kontextes lassen nun neue Deutungsmöglichkeiten zu.
Der Vortrag ist kostenlos. Im Anschluss gibt der Referent Erläuterungen direkt am Wandgemälde in der Rammelsberger Lohnhalle und anderen Rammelsberger Wandgemälden Reinecke-Altenaus, die den Besuchern des Museums und Besucherbergwerks ansonsten nicht zugänglich sind.