Der Unterlauf der „Ecker“ soll naturnäher werden

Die „Ecker“, ein wesentlicher Zufluss der Oker soll sich wieder naturnäher entwickeln können.

Landkreis Goslar steigt in Planungen ein / Unterstützung kommt von der Europäischen Union

Die Europäische Union und das Land Niedersachsen unterstützen die Gewässerentwicklung der Ecker, einen wesentlichen Zufluss der Oker finanziell. Diese besitzt in ihrem unteren Gewässerverlauf bis zur östlichen Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt mehrere Querbauwerke (kleine Sohlabstürze bzw. Wehranlagen), die eine ökologische Durchgängigkeit verhindern.
Nach einer Bestandsaufnahme des Gewässers entstand eine Projektskizze. Diese will der Landkreis Goslar konkretisieren und hat einen Arbeitskreis eingerichtet, der die Projektplanung begleiten soll.
Manfred Niepel, beim Landkreis Goslar für die Umweltverwaltung zuständig, sagte: „Wir kommen mit der guten Nachricht nach Vienenburg, dass die EU und das Land Niedersachsen Fördermittel bereit stellen, um dieses Projekt zu unterstützen. Der gebildete Arbeitskreis soll dazu dienen, das Wissen und die Erfahrungen vor Ort zu gewinnen und die Planungen des vom Kreis unter Vertrag genommenen Planungsbüros zu optimieren“.
Im Jahre 2000 schuf die Europäische Union eine neue Grundlage wasserwirtschaftlichen Handelns in ihren Mitgliedsstaaten. Gewässer sollen künftig flussgebietsbezogen bewirtschaftet werden, sozusagen von der Quelle bis zur Mündung mit allen wesentlichen Zuflüssen.
Ausschlaggebend sollen nur noch die Räume der Niederschlagseinzugsgebiete sein und nicht mehr, wie in der Vergangenheit die Staats-, Länder- oder regionale Grenzen.
Beim ersten Sitzungstermin wurde eine Besichtigungstour zu den problematischen Punkten der Ecker vorgenommen. Beim zweiten Termin zeigte sich, wie wertvoll das Wissen vor Ort ist. Zeitzeugen und Menschen die sich seit Jahrzehnten um Umweltbelange oder die Ecker bemühen, erzählten von Abläufen, die nicht dokumentiert sind und gaben so wichtige Detailinformationen.
Niepel war mit seinem ersten Resümee zufrieden: „Die Arbeitsatmosphäre war sehr gut und es hat einfach Spaß gemacht, den Schilderungen über frühere Zeiten zuzuhören. Der nächste Schritt wird nun darin liegen, den entstehenden Bauentwurf dem Fachausschuss für Bauen und Umwelt vorzustellen. Der Kreistag wird dann die abschließende Entscheidung fällen, ob das Projekt umgesetzt wird“.