Die Arbeitslosigkeit steigt wieder an

Agentur-Leiter Harald Eitge rechnet für 2013 nicht mit Massen­entlassungen. Bundesweit wird die Zahl der Arbeitslosen aber weiter ansteigen.

Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar legt Arbeitsmarktbericht für Dezember vor

Die Arbeitslosenzahlen in der Region Braunschweig-Goslar sind im Monat Dezember deutlich gestiegen. Dies geht aus dem neues­ten Bericht der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar hervor. Dieser Anstieg ist nach Angaben der Agentur aber vor allem saisonal bedingt.
Gegenüber November muss­ten die Statistiker im letzten Monat des Jahres 709 weitere Arbeitslose zählen. Dies entspricht einem Anstieg von rund 3,1 Prozent. Insgesamt weist der Arbeitsmarktbericht 23.530 Menschen ohne Job aus. Die Gesamtquote liegt demnach bei 7,6 Prozent. Im Landkreis Goslar sind dem neuesten Bericht zu Folge 6212 Menschen (9,2 Prozent) ohne Job. Im Vergleich zum Vorjahr sind 211 Arbeitslose mehr im Kreis Goslar gemeldet. Im Dezember 2011 lag die Arbeitslosenquote demnach noch bei 8,9 Prozent.
Die Zahl der Arbeitssuchenden im Kreis Goslar beläuft sich nach Aussage des Berichts auf 10.680. Auch hier ist demnach ein leichter Anstieg im Vergleich zum Monat November zu beobachten.
„Der Boom macht Pause. Dennoch ist unser regionaler Arbeitsmarkt sehr robust und ich rechne im Jahr 2013 nicht mir Entlassungen im großen Stil“, so die erste Einschätzung von Harald Eitge, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet nach ersten Schätzungen nur mit einem leichten Plus von 30.000 Arbeitslosen im Jahr 2013. Für Gesamteuropa wird jedoch ein deutlich schlechteres Bild gezeichnet. Nach einer Studie von Ernst & Young, auf die sich Spiegel-Online gestern in seinen Berichten berief, soll die Arbeitslosenzahl in Europa in diesem Jahr auf rund 20 Millionen Menschen anwachsen. Von der Entwicklung sind vor allem die krisengeschüttelten Staaten Spanien und Griechenland betroffen. Diese Entwicklung wird mittelfristig dazu führen, dass immer mehr Arbeitssuchende aus Griechenland, Portugal oder Spanien nach Deutschland kommen, um hier nach einem Job zu suchen.