„Die Menschen hier brennen für das Fest“

Blicken mit großer Vorfreude dem Tag der Niedersachsen entgegen: Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Vienenburgs Bürgermeisterin Astrid Salle-Eltner, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Günther Heuer Brockmann, Geschäftsführer des Klostergutes Wöltingerode (von links). (Foto: Strache)
 
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius wird an allen drei Festtagen anwesend sein. Er ist sich sicher, dass der Tag der Niedersachsen ein riesiger Erfolg wird. (Foto: Strache)

Programmplanung für 33. Tag der Niedersachsen ist abgeschlossen / Pläne vorgestellt

Goslar. Mit großer Vorfreude blickt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius dem Tag der Niedersachsen in rund drei Wochen entgegen. Dies erklärte der Minister, der zugleich Vorsitzender des Kuratoriums für den Tag der Niedersachsen ist, im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das Fest, das vom 30. August bis 1. September in Goslar, Vienenburg und auf dem Klostergut Wöltingerode unter dem Motto „3 Tage, 3 Orte“ ausgerichtet wird, ist gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert.
Zum Einen, weil es in diesem Jahr das erste Mal in der Geschichte des Festes drei Austragungsorte gibt. Zum Anderen, da die Vorbereitungszeit für einen Tag der Niedersachsen in seiner inzwischen 33-jährigen Geschichte noch niemals so knapp bemessen war.
Die erwähnte Pressekonferenz schloss sich an die Kuratoriumssitzung an, bei der etwa 130 Vertreter von Vereinen und Organisationen die letzten Informationen zum Stand der Planungen austauschten.
Innenminister Pistorius ist sich nachdem was er während der rund dreieinhalb-stündigen Sitzung über das Programm gehört hat, sicher, dass der 33. Tag der Niedersachsen ein riesiger Erfolg werden wird, und sich für die drei Ausrichter im Hinblick auf eine positive Werbung für die Region auszahlen wird. Pistorius: „Das was mir bei der Kuratoriumssitzung an Programmpunkten vorgestellt wurde lässt keine Wünsche offen. Wer sich auf dieses Fest nicht freut, der ist wirklich selber schuld.“
Als besonders positiv hob der Innenminister die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den drei Partnern und das große ehrenamtliche Engagement der Vereine und Organisationen hervor. „Was die Verwaltungen in Goslar und Vieneburg leisten ist bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist allerdings das ehrenamtliche Engagement was hier zum Tragen kommt, und ohne das, ein solches Fest nicht umsetzbar wäre. Die Menschen hier brennen für das Fest“ so der Minister. „Das Einzige“, so Pistorius weiter, „das bei der Festorganisation nicht berücksichtigt werden kann ist das Wetter.“ Er ist aber guter Dinge, dass auch, wenn das Wetter nicht mitspielt der Region und ihren Gästen unvergessliche Tage bevorstehen.
Eine Meinung, die auch Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk teilt. Als Oberhaupt der Kaiserstadt hat er in den vergangenen Wochen, unabhängig von den Festvorbereitungen, jede Menge BBerührungspunkte mit der Verwaltung und den Bürgern der Stadt Vienenburg gehabt. Die Rede ist von der beschlossenen Fusion beider Städte zum Ende dieses Jahres. Das Fest hat somit auch einen identitätsstiftenden Charakter für die Zukunft der beiden Fusionspartner. Dr. Oliver Junk: „Eine Fusion ist in jedem Fall auch immer von emotionaler Seite geprägt. Der Tag der Niedersachsen bietet für uns die Chance die Verschmelzung von Goslar und Vienenburg mit neuen, positiven Emotionen zu besetzen.“
Das sieht auch Vienenburgs Bürgermeisterin Astrid Salle-Eltner so. „Wir Vienenburger haben mit dem dreitägigen Spektakel die Möglichkeit zu zeigen was in uns steckt. Wir sehen den Tag der Niedersachsen deshalb auch als eine Art Abschied Vienenburgs“, so Salle-Eltner.
Mit der Fusion zwischen Goslar und Vienenburg wird die Stadt quasi aufgelöst und zu einem Stadtteil der Kaiserstadt.
Auch ein Vertreter der Klosterkammer Hannover, ohne deren Engagement die Durchführung dieses Großereignisses kaum möglich gewesen wäre, meldete sich zu Wort. Eigentlich sollte Klosterkammerpräsident Hans-Christian Biallas der Kuratoriumssitzung und der anschließenden Pressekonferenz beiwohnen. Da er verhindert war, wurde er von Günther Heuer-Brockmann, Geschäftsführer des Klostergutes Wöltingerode, vertreten. Heuer erklärte, dass Präsident Biallas viel an der Ausrichtung des Tages der Niedersachsen liege. Aus diesem Grund habe er auch reichlich Druck gemacht, dass dieses tolle Ereignis in der hiesigen Region ausgerichtet wird.
Den Organisationsaufwand skizzierte Heuer als enorm. „Wir haben bei der Planung kein Detail ausgelassen. Die Menschen in der Region und auch die ganzen Gäste von ausserhalb können sich auf ein großartiges Fest freuen.“
Die Kosten für die Ausrichtung liegen nach Angaben von Goslar-Marketing-Chef Michael Bitter zwischen 500.000 bis 800.000 Euro. Zwei Drittel des Finanzbedarfs werden von Sponsoren aufgebracht. Der Rest verteilt sich auf die Schultern der Kommunen oder auf die der Gastronomen, die am Tag der Niedersachsen ordentlich verdienen können.
Die Besucher erwartet an den drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm, das Brauchtum und Unterhaltung miteinander kombiniert. Ein ausführlicher Bericht zum Programm erscheint in einer der kommenden Ausgaben. Bis dahin haben alle Interessierten die Möglichkeit sich im Internet unter www.tdn-2013.de einen Eindruck über das Fest zu verschaffen.