Die Nemitzer Heide erkundet

In der Nemitzer Café-Diele wurde nach herzenslust geschlemmt. (Foto: Süpke)

Lutteraner Harzklub unternimmt gelungene Ausflugsfahrt

Es hat bereits Tradition beim Lutteraner Harzklub, dass im Spätsommer oder beginnenden Herbst die Heide als Ausflugsziel angesteuert wird. Dieses Mal verschlug es die über 50 Ausflügler in die Nemitzer Heide im Naturpark Elbhöhen-Wendland.
Dort wurde zunächst die Café-Diele Nemitzer Heide angesteuert, wo die Gäste aus Lutter mit Brötchen, Brot und Aufschnitt versorgt wurden. Bereits auf der Fahrt hatte Rainer Ahrens, der die Tour zusammen mit Dorothea Alms vorbildlich organisiert hatte, einige Erläuterungen dazu gegeben, was die Teilnehmer an diesem Tag erwartet.

Das Heidegebiet, das rund eine Autostunde von der Autostadt Wolfsburg entfernt liegt, entstand ebenso wie die anderen Heidegebiete durch den Brand in der Lüneburger Heide, der ab dem 8. August 1975 während einer anhaltenden Trockenperiode zu mehreren Großfeuern in ausgetrockneten Nadelwäldern führte. Insgesamt vielen im heutigen Bereich der Nemitzer Heide rund 2.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer. 400 Hektar dieser Fläche bilden heute die Nemitzer Heide, die sich in ihrer nun rund 40-jährigen Geschichte zu einem wahren Paradies für Wanderer entwickelt hat.
Über die Jahre entstand im Naturpark Elbhöhen-Wendland eine vielfältige Heidelandschaft mit Kiefern, Wachholder und Birken. Heidschnucken, die zur Pflege und zum Erhalt der Landschaft eingesetzt werden, sorgen dafür, dass die Birken- und Kiefernbäume nicht wieder Raum greifen.
Die Entstehungsgeschichte der Nemitzer Heider konnten die Besucher aus Lutter nach dem Essen auf einer Wanderung anhand zahlreicher Informationstafeln nachvollziehen. Rund 22 Ausflügler hatten sich auf die etwa acht Kilometer lange Wanderung begeben. Der andere Teil der Reisegruppe aus dem Neiletal hatte sich mit Kutschen auf Erkundungstour begeben. Dabei erhielten sie von den Kutschfahrern umfassende Hintergrundinformation.
Interessant war auch der Besuch eines Museums, indem die Auswirkungen der Waldbrände mit Bild- und Tonmaterial aufgearbeitet wurden.
Nach der Wanderung beziehungsweise der Kutschfahrt konnten sich alle nochmals bei einer reichhaltigen Kaffeetafel stärken, bevor am späten Nachmittag die Heimreise angetreten wurde.