Die Tiere und Pflanzen des Naturparks Harz

Die Wasseramsel. (Foto: Wimmer)

Kreisverwaltung Goslar startet Bilderserie / Heute Vorstellung der „Wasseramsel“

Goslar. Der Naturpark Harz ist seitens des Landes Niedersachsen vor über fünfzig Jahren ins Leben gerufen worden und hat – für viele in der Bevölkerung wahrscheinlich eher unbemerkt - bereits sein goldenes Jubiläum hinter sich.
Kathrin Weiher, Erste Kreisrätin beim Landkreis Goslar und damit auch für den Umweltschutz zuständig: „Den Naturparken in Deutschland hat der Gesetzgeber eine besondere Position gegeben. Nach ihrer Funktionsbestimmung führt die Arbeit der Parke gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu einer Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Situation in den ländlichen Regionen, die auch den kommenden Generationen zu Gute kommt. Der Landkreis Goslar setzt sich intensiv für die Weiterentwicklung des Naturparks Harz ein und möchte mit einer positiven Öffentlichkeitsarbeit diesen Prozess unterstützen“.
Dazu startet die Kreisverwaltung eine Bilderserie, mit Aufnahmen von mehr oder weniger bekannten Tieren und Pflanzen aus dem Naturpark. Geraffte Fachinformationen über Flora und Fauna sollen erläutern, was warum schützenswert ist. Geplant ist, alle acht Wochen einen Beitrag aus dieser Serie zu veröffentlichen.
Der Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt beim Kreis, Thomas Walter, sieht in der Initiative genau den richtigen Ansatzpunkt, Natur und Mensch näher zusammen zu bringen. „Wir wollen eine stärkere Identifikation der Menschen dieser Region mit ihrem Naturpark erzeugen und beginnen die Bilderserie mit einer Aufnahme der Wasseramsel.“


Die Wasseramsel

Name: Wasseramsel

Ordnung: Sperlingsvogel

Unterordnung: Singvogel

Art: Wasseramsel

Aussehen: Die Wasseramsel ist mit etwa 18 Zentimetern Körperlänge etwas kleiner als ein Star. Der rundliche, kurzschwänzige Vogel ist in seinem Lebensraum unverkennbar. Kopf und Nacken sind zeichnungslos mittelbraun, die Oberseite schiefergrau. Kehle, Hals und Brust sind meist reinweiß, mitunter auch rahmfarben. Unterbauch, Steiß und die Unterseite der Steuerfedern sind dunkel graubraun. Der Schnabel ist schwärzlich, ebenso die kräftigen Füße und Zehen.

Lautäußerungen: Der Gesang ist eine etwa 20 Sekunden dauernde Abfolge zwitschernder und trillernder Phrasen in unterschiedlicher Tonhöhe, in die schwätzende und kratzende Laute sowie leise Pfeiftöne eingebettet sind.

Lebensraum / Verbreitung: Die Brutverbreitung der Wasseramsel ist eng an klare, strömungs- und sauerstoffreiche Fließgewässer gebunden. Die bevorzugten Lebensbedingungen sind Bäche und Flüsse der Forellenregion.

Nahrung: Bei der Nahrungsaufnahme überwiegen die für schnell fließende Gewässertypischen Insektenarten, vor allem die Larven der Köcherfliegen, Eintagsfliegen, Steinfliegen und Lidmücken. Weniger bedeutend sind die Larven und Geschlichtstiere von Schnaken und verschiedene Wasserkäfer.
Gelege / Brut: In Mitteleuropa beginnt die Legeperiode Mitte Februar und endet Mitte Juni. In höheren Lagen oder den nördlichen Verbreitungs-
gebieten verschiebt sich der Brutbe-
ginn in den April bzw. Mai. Ein
Vollgelege besteht aus vier bis sechs Eiern. Zweitbruten kommen regelmäßig vor. Die Eier werden
ausschließlich vom Weibchen be-brütet. Während der Brutzeit hält sich das Männchen in der Nähe des Nestes auf und füttert gelegentlich das Weibchen, das je doch auch selbst
das Nest verlässt und nach Nahrung sucht. Die Bebrütung dauert im Schnitt 16 Tage.

Brutbiologie: Jungvögel versuchen schon in ihrem ersten Herbst und
Winter ein Revier zu gründen. Sie werden im ersten Spätwinter geschlechtsreif. Wasseramseln führen eine weitgehend monogame Saisonehe. Die große Brutorttreue beider Partner führt häufig zu mehrjährigen Wiederverpaarungen, gelegentlich auch zu lebenslangen Partnerschaften.