Die Wege von Harzurlaubern werden untersucht

Mit so genannten „GPS-Loggern“ werden die Wege aufgezeichnet.

Studie der Hochschule Harz soll mehr über das Mobilitätsverhalten in Erfahrung bringen

Um mehr über das Mobilitätsverhalten von Urlaubsgästen zu erfahren, wird aktuell an der Hochschule Harz ein neues Verfahren getestet: Im Zeitraum von November bis Dezember 2012 werden mithilfe von GPS-Technik die Bewegungsmuster von Touristen in Wernigerode bzw. im Harz erfasst. Mit den anonym verarbeiteten Erkenntnissen sollen die touristischen Angebote noch besser auf die Bedürfnisse der Gäste abgestimmt werden. Interessierte Urlauber bekommen einen so genannten „GPS-Logger“ mit auf den Weg, welchen sie den ganzen Tag bei sich tragen. Die Geräte sind kleiner als Handys und lassen sich einfach in der Jackentasche oder im Rucksack verstauen. „Die Gäste merken nicht, dass sie den GPS-Logger dabei haben und verbringen einen ganz normalen Urlaubstag, so wie sie es geplant haben“, erklärt Prof. Dr. Sven Groß, Leiter des Innovationslabors Geoinformationssysteme zur touristischen Produktgestaltung (GIMTOP) an der Hochschule Harz, welches in diesem Jahr eingerichtet wurde.
Am Ende des Tages wird die absolvierte Strecke ausgelesen und gespeichert. Als Dankeschön erhalten die Teilnehmer ihre eigene ganz persönliche „Urlaubslandkarte“ mit Höhenprofil und Kilometerangaben sowie ein süßes regionaltypisches Dankeschön. „Bisher sind wir noch in der Testphase. Eine größer angelegte Untersuchung nehmen wir dann im Frühjahr 2013 vor“, so Groß, Hochschullehrer für Tourismuswirtschaft und Dienstleistungsmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften. Die ersten Erhebungen erfolgten bislang in der Innenstadt von Wernigerode und im Hotel Schanzenhaus.