Dritter Geschäftsführerwechsel in drei Jahren

Ulrich Gnauk zieht sich aus der Geschäftsführung der Asklepios Harzkliniken zurück. Er belibt aber Regionalgeschäftsführer. Sein Nachfolger im bisherigen Amt wird Dr. Achim Rogge. (Foto: Strache)

Ulrich Gnauk zieht sich aus Geschäftsführung der Harzkliniken zurück / Dr. Achim Rogge wird Nachfolger

Von Maximilian Strache,
Goslar / Seesen

Innerhalb eines Zeitraums von nur drei Jahren vollzieht sich bereits der dritte Wechsel in der Geschäftsführung der Asklepions Harzkliniken. Der bisherige Geschäftsführer Ulrich Gnauk wird sich Ende des Monats aus dem operativen Geschäft der Klinikleitung zurückziehen und seinen Stuhl für Dr. Achim Rogge räumen. Gnauk wird jedoch weiterhin die Position als Regionalgeschäftsführer für die Harzkliniken sowie die Asklepios Krankenhäuser Seesen, Bad Oldesloe und Schwedt ausfüllen. Somit ist er auch weiterhin der direkte Vorgesetzte von Dr. Achim Rogge. Der Wechsel in der Führungsetage der Harzkliniken wurde den etwa 1.100 Mitarbeitern am vergangenen Donnerstag mitgeteilt.
Gnauk wechselte Mitte 2010 von Seesen nach Goslar. Er sollte den Harzkliniken zu besseren Geschäftsergebnissen verhelfen. Das ist ihm offenbar auch gelungen. Für das Jahr 2011 sollen die Harzkliniken ein hervorragendes Ergebnis erzielt haben. Eine offizielle Bestätigung dieser Informationen liegt nicht vor.
Auch über die Gründe des erneuten Geschäftsführerwechsel kann gegenwärtig nur spekuliert werden. Ein offizielles Statement von Gnauk gibt es nicht. In den Reihen der Belegschaft wurde in der Vergangenheit aber immer wieder das miserable Betriebsklima kritisiert. Eine konzernweite Mitarbeiterbefragung hat zudem ein besonders schlechtes Bild von den Zuständen in den Harzkliniken gezeichnet. Zudem haben sich auch die Klagen der Patienten über die Zustände in letzter Zeit gehäuft.
Aus Kreisen des Betriebsrates wurden überdies Beschwerden über die sehr angespannte Personalsituation laut. Das Leistungsspektrum der Kliniken wurde stetig erweitert ohne die entsprechenden personellen Ressourcen zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurden auch schlechte Hygienezustände sowie Probleme im organisationalen Bereich der Häuser thematisiert. Unter den Kritikern haben sich auch fünf Chefärzte befunden, die ihren Unmut in einem Schreiben und einer öffentlichen Sitzung äußerten.
In der Zwischenzeit, so Betriebsratsvertreter, sollen jedoch einige Initiativen angeschoben worden sein, die auf eine Verbesserung der Situationen in den Harzkliniken abzielen.