Ein Ereignis, das nachwirken wird

Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms (mit Amtskette) führte den großen Festumzug am Sonntag an. Am Umzug nahmen 13.000 Teilnehmer teil. 10.000 Besucher säumten den Weg und jubelten dem Umzug zu. Ein riesiges Spektakel. (Foto: bo)

114. Deutscher Wandertag erfüllt die Erwartungen / Impressionen des großen Spektakels

172 geführte Wanderungen, ein Bühnenprogramm, das Brauchtum, Schlager und Pop vereinte sowie ein Festumzug, der 23.000 Menschen in seinen Bann zog. Dies ist die kurz gefasste Bilanz des 114. Deutschen Wandertags, der am Montag seinen krönenden Abschluss vor der Goslarer Kaiserpfalz fand.

Die Region präsentiert
sich von ihrer besten Seite

Der Harz als größtes Mittelgebirge Norddeutschlands, die Stadt Bad Harzburg als Ausrichter und der Harzklub als unverzichtbare Stütze bei der Organisation dieser Großveranstaltung haben sich als würdige Gastgeber präsentiert, und der Region bundesweite Aufmerksamkeit beschert. Der Wandertag war aber keine reine Werbeveranstaltung, um die Vorzüge des Harzes als Urlaubsregion herauszukehren, sondern auch Beweis dafür, dass die Region, die sonst häufig aufgrund ihrer Strukturschwäche gebrandmarkt wird, einiges zu bieten hat, und in ihr Menschen leben, die nicht nur Stolz auf ihre Heimat sind, sondern auch ein solches Fest auf die Beine stellen können.
Alleine schon die beeindruckende Anzahl von 172 Wanderungen, die vom Sonnabend, 9. August, bis Sonnabend, 16. August, angeboten wurden, sind klares Indiz für die Leistungs- und Begeisterungsfähigkeit aller Beteiligten. Mehrere Tausend Wanderer aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich so auf abwechslungsreichen Touren ein Bild von der Schönheit des Harzes machen und Eindrücke gewinnen, die hoffentlich noch lange nachwirken.
Ferner bekamen die Besucher auf den verschiedenen Bühnen in der Kurstadt einen prächtigen Einblick in die lebendige Pflege des Harzer Brauchtums. Zahlreiche Heimatgruppen, unter ihnen beispielsweise auch die des Zweigvereins Neuekrug-Hahausen, begeisterten mit historischem Liedgut und Vorführungen traditioneller Handwerkskunst und Feldarbeit.
Gespickt wurde dieses Programm mit den Auftritten von Schlager- und Popgrößen, die Bad Harzburg vor allem an den Abenden in eine regelrechte Partyhochburg verwandelten.
Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle der große Festumzug am Sonntag, der den unumstrittenen Höhepunkt des 114. Deutschen Wandertages bildete. 13.000 Teilnehmer zogen dabei unter dem Jubel von 10.000 Besuchern am Sonntag durch Bad Harzburg und bewiesen damit, dass die deutsche Wanderbewegung „Menschen verbindet und Identität stiftet“, wie es schon Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, im Zuge der offiziellen Pressekonferenz formulierte.
Am Ende der Festtage, die wie alles schöne, viel zu schnell verflogen sind, bleibt nun allen Beteiligten der Blick zurück. Der Blick auf ein gelungenes Fest, tolle Wanderungen, eine nahezu reibungslose Organisation, neu geknüpfte Verbindungen und Freundschaften sowie tausende zufriedene Besucher.
Der nächste Deutsche Wandertag. dann die 115. Auflage, wird übrigens in Paderborn ausgetragen. Die künftigen Gastgeber waren auch vor Ort.