Ein Hauch von Christo

Noch pünktlich zum Tag der Niedersachsen wurde das Goslarer Rathaus, das gegenwärtig saniert wird, mit einem Banner verhüllt.

Historisches Goslarer Rathaus in neuem Gewand / 150 Quadratmeter Stoff vor mittelalterlicher Kulisse

Das seit einiger Zeit in einer aufwendigen Sanierung befindliche Goslarer Rathaus hat seit heute offiziell eine neue Hülle. Auf über 150 Quadratmeter wird der Besucherblick aufs Rathaus nun nicht mehr von einer Baustellenplane verdeckt, sondern die historische Ansicht ist zurück.

Nachdem der Goslarer Ratsherr Giovanni Graziano mit der Idee einer teilweisen Verhüllung des Rathauses beziehungsweise der Neugestaltung der bestehenden Planen auf die Stadt Goslar zukam, musste es ganz schnell gehen. Gab es doch nicht nur das ambitionierte Ziel, das Vorhaben überhaupt umzusetzen, die Umsetzung sollte idealer Weise auch vor dem Tag der Niedersachsen realisiert werden. In der Verwaltung war man sich schnell einig, dieses Ziel, gilt es zu unterstützen. Nachdem auch die Denkmalpflege grünes Licht gegeben hatte, konnte das Vorhaben beginnen.
Da in Zeiten von Zukunftsverträgen und angespannten kommunalen Kassen auch Goslar nur Ressourcen für notwendige und zweckmäßige, nicht jedoch für künstlerisch wertvolle Planen hat, sollten Sponsoren gefunden werden. Die Goslarer Designagentur CRACK und der Energieversorger Harz Energie zeigten sich begeistert von der Idee und waren bereit, bei der Umsetzung nicht nur finanziell, sondern auch tatkräftig mitzuhelfen.
So konnte in kurzer Zeit ein Originalbild des historischen Rathauses für den fotorealistischen Großformatdruck von den Spezialisten bei CRACK digital aufwendig bearbeitet und in Druck gegeben werden. Die hierfür entstehenden Kosten werden von der Designagentur gesponsert.
Das insgesamt über 150 Quadratmeter große Banner sollte in 15 Metern Höhe natürlich sicher und gerade angebracht werden. Um diese Arbeiten zu realisieren, unterstützte die Harz Energie mit zwei Hubsteigern und fleißigen Kollegen beim Anbringen. Nach über fünf Stunden zum Anbringen und unzähligen Stunden in der Vorbereitung, lässt sich das Ergebnis sehen.
„Das Wahrzeichen der Goslarer Altstadt mit toller Grafik und moderner Drucktechnik aufpoliert, inmitten der mittelalterlichen Kulisse, besser lässt sich die Symbiose unserer Stadt aus Geschichte und Moderne nicht bildlich ausdrücken“, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk am Rande der offiziellen Übergabe.