Ein paar Regeln gilt es einzuhalten

Gegen ein schönes privates Feuerwerk zum Jahreswechsel ist nichts einzuwenden, doch es gilt schon ein paar Regeln zu befolgen. (Foto: Maria Reinfeld /pixelio.de)

Was beim Silvesterfeuerwerk beachtet werden muss / Klare Regelungen in Goslar

Wenn am morgigen Dienstag der Jahreswechsel gefeiert wird, gehört es für viele Menschen dazu, diesen Anlass mit einem privaten Feuerwerk zu begleiten. Während es in Städten wie Wernigerode und Goslar spezielle Regelungen und Verbotszonen für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern gibt, müssen sich die Seesener Bürger nicht mit derart restriktiven Vorschriften herumschlagen.

Natürlich gilt es aber auch in der Sehusastadt und den Ortsteilen gewisse Regeln einzuhalten.
Im Grundsatz, das erklärte Seesens Ordnungsamtsleiter Uwe Zimmermann, gelten in der Stadt Seesen die Vorschriften, die im sogenannten Sprengstoffgesetz verankert sind, das auch das Abbrennen von Pyrotechnik regelt. Von Bundesland zu Bundesland können diese Vorschriften variieren. In Seesen gelten demnach die Verordnungen des Landes Niedersachsen. Der Städte- und Gemeindebund des Landes fasste die allgemeinen Regeln aktuell in einer Pressemitteilung zusammen. Grundsätzlich dürfen Raketen und Böller nicht in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern abgebrannt werden. „Zu Fachwerkhäusern muss ein Mindestabstand von 200 Metern eingehalten werden“, erklärt Ordnungsamts-Chef Zimmermann in diesem Zusammenhang. Böller und ähnliche Feuerwerkskörper dürfen nicht weiter als 30 Meter geworfen werden. Ansonsten kann der Lust nach dem privaten Silvesterfeuerwerk relativ frei gefrönt werden.
In der Stadt Goslar gelten hingegen sehr restriktive Regeln. Das ist vor allem dem großen Anteil an schutzwürdigen historischen Gebäuden in der Altstadt geschuldet. Deshalb gilt für diesen Bereich auch ein generelles Feuerwerksverbot. Auch im gesamten Nationalparkharz ist das Zünden von Böllern und Raketen untersagt. In einer Presseinformation weist die Stabsstelle „Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadt Goslar mit Nachdruck darauf hin, dass Zuwiderhandlungen gegen das Verbot mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Diese Regelung greift auch im Nationalpark oder in der Fachwerkstadt Wernigerode. Die Einhaltung der Verbote wird von der Polizei kontrolliert.
Im Trend bei den Feuerwerkskörpern, die seit vergangenem Sonnabend gekauft werden können, liegen auch in diesem Jahr wieder die sogenannten Batterie- beziehungsweise Komplettfeuerwerke, die verschiedene Lichteffekte und Knallgeräusche abfeuern. Der Städte- und Gemeindebund weist darauf hin, dass nur Pyrotechnik mit einem BAM-Zulassungszeichen benutzt werden sollte. Diese Kennzeichnung gewährleistet eine gewisse Sicherheit, da es sich um geprüfte Feuerwerkskörper handelt, die im deutschen Handel zugelassen sind. Generell verboten sind Himmelslaternen, da ihre Flugbahnen nicht zu kontrollieren sind und somit gegen wichtige Brandschutzrichtlinien verstoßen. Beim Gebrauch von Feuerwerkskörpern sollte aber trotz Prüfsiegeln immer eine entsprechende Vorsicht walten. Raketen und Böller sind kein Spielzeug und können gerade im alkoholisierten Zustand schwere Verletzungen verursachen.
Am Neujahrstag sind alle, die in der Nacht ordentlich geballert haben, dazu angehalten, ihren Müll wieder ordnungsgemäß zu entsorgen.

Das muss beachtet werden:

1. Feuerwerkskörper sollten das BAM-Zulassungszeichen haben.
2. Nach dem Zünden ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu halten.
3. Raketen sollten mit dem Führungsstab in Flaschen gestellt und gegen Umfallen gesichert werden.
4. Feuerwerkskörper niemals von Balkonen und aus Fenstern zünden und herunterwerfen.
5. Nicht auf Menschen oder Tiere zielen.
6. „Blindgänger“ nicht erneut zünden.
7. In Notfällen (Verletzungen und Brände) sofort den Rettungsdienst/Feuerwehr über die Rufnummer 112 verständigen.
8. Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen. Fenster und Türen geschlossen halten.
9. Abstände zu Fachwerkhäusern etc. einhalten.
10. Am nächsten Tag den Restmüll fachgerecht entsorgen.
11. Im Handel werden Feuerwerkskörper vom 28. bis 31. Dezember verkauft.
12. Böller und Raketen dürfen am Silvestertag und am Neujahrstag abgefeuert werden.


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