Ein wirklich gutes Jahr für das Handwerk

Mit dem Smart-Repair-Verfahren sind die Mitarbeiter von Volker Höfert in der Lage einen Steinschlagschaden innerhalb einer Stunde zu reparieren. (Foto: Strache)
 
Mit diesem Gerät können Bremsscheiben nach längerem Stand wieder auf Vordermann gebracht werden. (Foto: Strache)

Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen veranstaltete 48. Wurstmontag

Von Maximilian Strache,
Goslar / Seesen

Bereits zum 48. Mal trafen sich die Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen zu ihrem traditionellen Wurstmontag. Die Veranstaltung steht seit jeher im Zeichen der Begegnung und des Gesprächs.
In den Räumen des Autohauses von Volker Höfert fanden sich die Mitglieder und Freunde der Kreishandwerkerschaft dieses Mal ein. Die Wahl fiel auf die Geschäftsräume von Volker Höfert, da er inzwischen seit zwei Jahren Obermeister in der Kreishandwerkerschaft ist. Am Freitag bekommt Höfert im Rahmen des Obermeistertages der Kreishandwerkerschaft in Bad Lauterberg die entsprechende Würde offiziell überreicht.
Volker Höfert gründete bereits im Jahr 1995 seine erste kleine Werkstatt in Seesens Ortsteil Rhüden. Dort arbeitete er zwei Jahre als Einzelkämpfer, bevor er im Jahr 1997 expandierte und in die Alte Herrstraße nach Goslar umzog. Die neuen Geschäftsräume in der Dörntener Straße bezog Höfert vor rund zwei Jahren. Inzwischen beschäftigt Volker Höfert zehn Mitarbeiter. Drei davon sind Auszubildende. Seinen Schwerpunkt beim Verkauf von Autos legt Höfert immer mehr auf alternative Antriebe. In seinem Autohaus können reine Elektrofahrzeuge probe gefahren und natürlich auch erworben werden.
Der Wurtsmontag würde seinem Ruf aber natürlich nicht gerecht werden, wenn er sich ausschließlich auf Gespräche und das Schlemmen am reichhaltigen Wurstbuffet beschränken würde. Im obligatorischen „Kräftemessen“ in einer handwerklichen Disziplin hatte Kreishandwerksmeister Jürgen Wolf dieses Mal Hermann Mehrens, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Goslar, und Axel Siebe, Bürgermeister der Stadt Goslar, ausgewählt. Siebe, der hauptberuflich als Anwalt tätigt ist, und Hermann Mehrens mussten unter Anleitung von Kfz-Meister Schilling Kolben in einen Zylinder einsetzten. Eine Aufgabe, die keinen der Beiden vor ein unlösbares Problem stellte.
Die Mitarbeiter von Volker Höfert präsentierten ebenfalls einige handwerkliche Finessen des Betriebs. Unter anderem wurde ein Autoscheiben-Steinschlag mittels des so genannten „Smart-Repairs“ beseitigt, oder ein Angestellter zeigte, wie per modernster Computertechnik Fehlerquellen in Kraftfahrzeugen ausfindig gemacht werden.
Zu den Gästen zählte neben Polizeidirektor Thomas Brych von der Polizeiinspektion auch der Seesener Landtagsabgeordnete Rudolf Götz.
Kreishandwerksmeister Jürgen Wolf fasste sich in seiner Ansprache nach der Führungen durch Werkstatt des Autohauses betont kurz. Zwar war Wolf mit einer rund dreiseitigen Rede aufgekreuzt, er sah aber nicht die Notwendigkeit, die Gäste mit seinen Zeilen vom Buffet abzuhalten. Eigentlich wünschte der Kreishandwerksmeister allen Anwesenden nur, dass es so weiter gehen möge wie im vergangenen Jahr, das für das ganze Handwerk ein äußerst erfolgreiches war. Ungeachtet der Schuldenkrise europäischer Partnerländer konnte das deutsche Handwerk vom deutschen Aufschwung profitieren. Die Auftragsbücher seien zu großen Teilen gut gefüllt. Jeder zweite Handwerksbetrieb meldete für das dritte Quartal 2011 eine stabile Auftragslage. 29 Prozent der Betriebe konnte ihren Umsatz sogar steigern. Bei 19 Prozent der Handwerksunternehmen waren die Zahlen rückläufig.