Eure Sorge fesselt mich

Landkreis Goslar hat in der Altenpflege mit dem so genannten „Werdengelser Weg“ die richtige Richtung eingeschlagen.

Erfahrungsaustausch zum Thema „freiheitsentziehende Maßnahmen in der Altenpflege“

Zum Thema „freiheitsentziehende Maßnahmen in der Altenpflege“ haben sich vergangene Woche circa 40 Teilnehmerinnen aus Pflegeeinrichtungen, aus drei Amtsgerichtsbezirken sowie von Heimaufsicht und Betreuungsstelle des Landkreises Goslar im Kreishaus zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Seit etwa einem Jahr wird Im Landkreis Goslar nach dem Verfahren des „Werdenfelser Weges“ gearbeitet, um Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen vorzubeugen und diese zu vermeiden.
Carmen Bauer, Stationsleitung im Alten und Pflegeheim Haus Amalia in Salzgitter-Lebenstedt berichtete über die Erfahrungen ihres Hauses mit Alternativen zu den freiheitsentziehenden Maßnahmen, Richterin am Amtsgericht Goslar Gabriele Lehner erläuterte die neue Vorgehensweise der Betreuungsgerichte im Landkreis Goslar und Olaf Mai erzählte von seinen Erfahrungen als Verfahrenspfleger für den Werdenfelser Weg mit den hiesigen Gerichten und Pflegeeinrichtungen.
In der anschließenden Diskussion hatten die Beteiligten die Gelegenheit, den Experten Fragen zu stellen und über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Verfahren zu berichten. Die Praxis zeigt, dass es in der Regel möglich ist, im Dialog zwischen Gericht, Betreuern, Angehörigen und der Einrichtung Alternativen zur Fixierung wie Bewegungssensoren, Bewegungstraining und vieles mehr zu finden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich in ihrem Fazit einig, dass der Landkreis Goslar mit dem Werdenfelser Weg die richtige Richtung eingeschlagen und bereits gute Erfolge erzielt hat.