Falsche Haftbefehle verschickt

Eine 88-jährige Bad Harzburgerin erhielt am Montag einen täuschend echt aussehenden Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Die Haftzeit von mehreren Hundert Tagen könne sie durch die Zahlung einer fünfstelligen Geldsumme abwenden, hieß es im Schreiben. Hierzu sollte sie einen im Schreiben genannten Sachbearbeiter anrufen. Stattdessen begab sich die Bürgerin zur Polizei in Bad Harzburg.
Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich bei dem Schreiben um eine Fälschung, die in dieser und ähnlicher Form im ganzen Bundesgebiet kursiert. Bei Erhalt eines solchen Anschreibens keine Kontaktaufnahme zu im Schreiben genannten Kontaktmöglichkeiten, keine Zahlungen veranlassen, darauf weißt die Polizei noch einmal explizit hin. Darüber hinaus rät die Polizei, dass Bürger, die solch eine Benachrichtigen mit offensichtlich unberechtigten Forderungen ihre zuständige Polizeidienststelle erhalten, sich umgehend bei der Polizei zu melden.
In dem erwähnten Fall der 88-jährigen Bad Harzburgerin wurde ein Strafverfahren eingeleitet.