FFw-Nachwuchs hatte ganz viel Spaß

Die Jugendfeuerwehren stellen ihre Wimpel in einen extra dafür gebauten Ständer. So signalisieren die Wimpel die Gemeinschaft der Jugendlichen im Zeltlager. (Foto: bo)
 
Viel Spaß hatten die Jugendlichen auf der selbst gebauten Wasserrutschbahn der Jugendfeuerwehr. (Foto: bo)

130 zukünftige Feuerwehrfrauen und -männer campten eine Woche am Tankumsee bei Gifhorn

Für eine Woche tauschten Jugendfeuerwehrmitglieder aus dem gesamten Landkreis Goslar die Feuerwachen gegen Zelte. Am Tankumsee bei Gifhorn entstand ein Zeltdorf bestehend aus 27 Zelten. Dabei auch ein Großzelt für Veranstaltungen und das gemeinsame Essen. Ein großes Banner wies schon aus der Ferne auf das 14. Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Goslar hin. Die Schirmherrschaft des Zeltlagers übernahm Landrat Thomas Brych. Dieser machte sich sogar selbst ein Bild über das Zeltlager und war völlig begeistert von dem ehrenamtlichen Engagement der 20 Teamer, 40 Betreuer und sechs Helfer des DRK, die den Jugendlichen ein solches Zeltlager ermöglichten.
Am Sonnabend reisten die Teilnehmer mit ihren Betreuern am Tankumsee an. Als erstes ging es an das Ausladen des Gepäcks und Einrichten der Zelte. Die meisten Zelte wurden von Betreuern nämlich schon am Freitag aufgebaut. Um 16.15 Uhr versammelten sich die insgesamt 200 Teilnehmer im sogenannten „Dorfplatz“, mittig der Zelte für die Lagereröffnung. Angereist waren auch Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis, auch stellvertretender Kreisbrandmeister Andreas Hoppstock. Jürgen Hage, Kreisjugendfeuerwehrwart begrüßte die Teilnehmer, gab einige wichtige Infos mit auf den Weg und eröffnete schließlich das 14. Kreiszeltlager. Hoppstock überbrachte die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes und wünschte viel Spaß bei hoffentlich gutem Wetter. Den Rest des Nachmittags hatten die Jugendlichen Zeit den Tankumsee und seine Möglichkeiten zu erkunden.
Am Sonntag hatten die Jugendfeuerwehren nochmal zur eigenen Freizeitgestaltung und das schöne Wetter passte bestens dazu. Eine Wasserschlacht begann am Morgen und endete erst kurz vor der Nachtruhe. Des Weiteren konnten die Teilnehmer ihre Freikarten für Minigolf oder Tretboot einlösen.
Am Montag begann das Veranstaltungsprogramm, welches das Team um Christina Borsutzky ausgearbeitet hatte. Los ging es mit einem speziellen Kicker-Turnier. In dem luftgefüllten „Lebendkicker“ wurden die Jugendlichen nämlich selbst zur Kickerfigur. Sechs Personen pro Mannschaft spielen dabei gegeneinander, alle sind an einer Stange befestigt und können nur in einem engen Radius agieren. „Das macht richtig Spaß! Ist aber auch ganz schön anstrengend“, berichtete der elfjährige Lucas.
Am Dienstag und Mittwoch konnte der Kicker weiter genutzt werden. Weitere Programmpunkte waren eine Stadionführung beim Bundesligisten VfL Wolfsburg, eine Bootsrallye und eine Nachtwanderung. Bei Schlechtwetter wurde das Veranstaltungszelt schnell zum Kino umgebaut.
Der Tankumsee selbst lud an schönen Tagen zum Schwimmen oder Tretbootfahren ein. Abends öffnete die „Beach-Lounge“, eine Strandbar mit alkoholfreien Cocktails und echtem Strand im Großzelt. Dort konnten sich Jugendliche treffen, gemeinsam Musik hören, quatschen und Spaß haben.
An zwei Tagen wurde die Musik etwas lauter gedreht, Lichteffekte eingeschaltet. Es war Zeit für Lagerdisco. Viele Jugendliche und Betreuer suchten die Lagerdisco auf und sangen kräftig mit. Der Renner war natürlich „Atemlos“ von Helene Fischer. Der 14-jährige Sören aus Vienenburg schwärmte: „Die Cocktails sind einfach superlecker, am besten ist der Sweet Kiss. Und die Abwechslungsreiche Musik ist sehr gut. So war für alle was dabei. Und selbst die Jüngsten singen Lieder von Wolfgang Petry mit.“
Nach acht Tagen hieß es wieder Taschen packen und Zelte räumen. Inzwischen spalteten sich die Meinungen der Jugendlichen in „Juhu, endlich nach Hause“ und „Och menno, schon vorbei?“. Ganz egal welche Einstellung man zum Schluss hatte, eins ist dabei ziemlich sicher. Jeder hat ganz viele Erfahrungen mit nach Hause genommen und das zählt auch für Betreuer und Organisatoren. Es waren viele junge Nachwuchsbrandschützer das erste Mal in einem solchen Kreiszeltlager, da blieb die ein oder andere Kritik nicht aus, aber eine solche Kritik spornt auch an, es beim nächsten Mal besser zu machen. Und darum freuen sich die Organisatoren auch schon auf das nächste Kreiszeltlager, welches turnusgemäß in drei Jahren stattfindet. Wohin es geht, steht allerdings noch nicht fest.
Während des Kreiszeltlagers gab es eine Lagerzeitung mit Informationen, Wetterprognosen und Grüßen, sowie tägliche Berichterstattung im Internet. Die Berichte, Fotos und demnächst auch Videos können auf der Internetseite www.lagerfeuer-online.de angeschaut werden. Auch die Lagerzeitung ist dort als kostenloser PDF-Download zu finden.