Flüchtinge ziehen in ehemalige Rehberg Klinik

Am Wochenende trafen in dem heilklimatischen Kurort bereits hunderte Asylsuchende ein / Bis Dienstag sollen es bis zu 1.500 sein

Am Samstagabend erreichten die ersten Busse mit rund 150 Flüchtlingen die ehemalige Rehberg-Klinik im heilklimatischen Kurort in St. Andreasberg. Nach Auskunft des niedersächsischen Innenministeriums soll die Einrichtung bis zum morgigen Dienstag mit 1.500 Flüchtlingen voll belegt sein.
Am Wochenende hatten zunächst zahlreiche ehrenamtliche Helfer, von den DRK-Ortsvereinen bis zu den Feuerwehren aus Braunlage und St. Andreasberg, zusammen mit den Einsatzkräften des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) die ehemalige Klinik für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet.
Neben der Herrichtung von Betten mussten auch Wasseranschlüsse reaktiviert und die Zimmer und sanitären Einrichtungen geputzt werden. Die ehemalige Klinik stand acht Jahre leer. Koordiniert werden die Arbeiten in St. Andreasberg vom ASB. Mohamed Abou-Taam, Geschäftsführer des ASB Hannover, koordiniert die Aufgaben vor Ort. Gegenüber den Medien sagte Abou-Taam, dass 90 hauptamtliche Kräfte die Flüchtlinge in St. Andreasberg betreuen sollen. Um diese Anzahl von Betreuern zu gewährleisten werden jedoch noch Mitarbeiter in nahezu allen Bereich benötigt. Neben Reinigungskräften werden Sozialpädagogen und Lehrer gesucht.
In der St. Andreasberger Bevölkerung, so einem Bericht der Goslarschen Zeitung zufolge, ist die Stimmung gespalten. Neben der großen Hilfsbereitschaft, die von allen Seiten angeboten wird, werden auch kritische Stimmen laut. So beschweren sich Einwohner über die Informationspolitik der Behörden. Am heutigen Montag soll im Kurhaus deshalb ein Informationsabend veranstaltet werden bei dem Bürgermeister Stefan Grote über die Situation informiert.