Flüchtlingsaufnahme im Akkord

Ankunft in Goslar. Gestern erreichten 49 Flüchtlinge die Kaiserstadt. Sie sind Teil einer einmaligen Verteilaktion des Landes.

Landkreis erhält im Rahmen einer einmaligen Verteilaktion 59 Flüchtlinge / Wohnraum wird langsam knapp

Die Ankunft von Flüchtlingen reißt auch im Landkreis Goslar nicht ab. Bis zum Ende des Jahres rechnet der Kreis, laut Aussage der Ersten Kreisrätin Regine Körner, mit rund 1.300 Flüchtlingen.

Gestern erreichte die Kaiserstadt ein Reisebus mit 49 Flüchtlingen, die in dieser Woche im Rahmen einer einmaligen Aktion des Landes Niedersachsens auf die Kommunen verteilt werden.
Diese Verteilaktion des Landes umfasst eine Gesamtanzahl von 3.000 Flüchtlingen, die kurzfristig von den Kommunen untergebracht werden müssen. Die Information darüber erhielten die niedersächsischen Kreisverwaltungen erst am vergangenen Freitag von Innenstaatssekretär Stephan Manke. Für den Landkreis Goslar, den wöchentlich im Schnitt 20 Flüchtlinge erreichen, ergibt sich aus der aktuellen rechnerischen Aufnahmequote eine Anzahl von 59 Flüchtlingen. Der Bus, der gestern zunächst 51 Flüchtlinge aus acht verschiedenen Ländern in die Kaiserstadt bringen sollte, hatte jedoch nur 49 Personen an Bord. Über den Verbleib der zwei fehlenden Flüchtlinge lagen keine weiteren Erkenntnisse vor.
Den Landkreis Goslar, der Flüchtlinge ausnahmslos dezentral unterbringt, stellte diese Verteilaktion des Landes vor eine logistische Herausforderung. Um die Abläufe im Kreishaus in der Klubgartenstraße zu entzerren, verlegte die Ausländerbehörde ihre Arbeitsplätze kurzerhand in die Goslarer Jugendherberge, um die Aufnahme der Flüchtlinge quasi im Akkord abarbeiten zu können.

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