Frischer Wind bei Jugendfeuerwehr im Kreis

Erste Kreisrätin Regine Körner heftet hier dem scheidenden Kreisjugendfeuerwehrwart Jürgen Hage die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Silber ans Revers. (Foto: bo)
 
Der Seesener Michael Müller wird die Nachfolge von Jürgen Hage als Kreisjugendfeuerwehrwart antreten. (Foto: bo)

Gleich drei hohe Ämter neu besetzt / Seesener Michael Müller wird neuer Kreisjugendfeuerwehrwart

Am vergangenen Sonnabend hatte Kreisjugendfeuerwehrwart Jürgen Hage zum letzten Mal alle Kinder- und Jugendfeuerwehren des Landkreises Goslar zum Kreis-Jugendfeuerwehrtag nach Othfresen eingeladen.

Nach zehn Jahren als „Chef“ der Jugendfeuerwehren im Landkreis stellte er sein Amt zur Verfügung. Doch zuvor blickte Hage auf das vergangene Jahr und dabei vor allem auf die Mitgliederentwicklung zurück.
In das Jahr 2015 starteten die Jugendfeuerwehren mit 534 Mitgliedern, davon waren 136 weiblich. Zum Jahresende stehen nun fünf Mitglieder weniger auf dem Papier. Die Zahl der weiblichen Mitglieder hat sich aber weiter erhöht auf 145, das ist knapp ein Viertel aller Mitglieder. „Im Blick auf die Jugendfeuerwehren des Bezirkes haben wir einen guten und stabilen Mitgliederstand, trotz allem dürfen wir die Öffentlichkeitsarbeit und Neugründung von Kinderfeuerwehren nicht aus den Augen verlieren“, so Hage. Insgesamt 51 Mitglieder wechselten in die Einsatzabteilungen der Feuerwehren und stehen diesen nun als Einsatzkräfte zur Verfügung.
Erfreulich aus der Sicht von Hage sind die im Jahr 2015 neu gegründete Jugendfeuerwehr Immenrode-Weddingen sowie die Kinderfeuerwehr der Stadt Langelsheim. „In Zeiten von Mitgliedermangel eine mutige und wichtige Entscheidung“, erklärte Hage.
Über die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr berichtete die ebenfalls scheidende Fachbereichsleiterin Christina Borsutzky. Vier Jahre lang hat sie die Veranstaltungen und Wettbewerbe der Kreis-Jugendfeuerwehr organisiert und betreut. Im letzten Jahr waren das unter anderem zwei Jugendsprecherseminare mit Projektplanung, Collagen und Bowling, ein Kreis- Orientierungsmarsch in Astfeld und die Kreiswettbewerbe in Dörnten. Borsutzky ist nun aber Leiterin der Kinderfeuerwehr der Stadt Langelsheim und stellte deshalb ihr Amt als Fachbereichsleiterin ebenfalls zur Wahl.
Bei Tagesordnungspunkt 10 war es dann soweit. Kreisbrandmeister Uwe Fricke übernahm die Durchführung der Vorschlagswahl. Vier Kandidaten hatten sich vorab für das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes zur Verfügung gestellt und bekamen noch einmal die Gelegenheit, sich und ihre Zukunftsaussichten für die Kreis-Jugendfeuerwehr vorzustellen. Anschließend waren die 80 Stimmberechtigten gefragt, ihren Wunschkandidaten zu notieren. Letztendlich hatte Michael Müller aus Seesen die Nase klar vorn. Müller soll in Zukunft die Geschicke der Kreis-Jugendfeuerwehr leiten. Zuvor muss aber noch das Kreiskommando in seiner nächsten Sitzung seinen Segen erteilen. Da so lange noch Jürgen Hage das Amt des Kreisjugendfeuerwehrwartes inne hat, fuhr dieser mit den Wahlen fort. Als Nachfolger für die Fachbereichsleitung Veranstaltungen & Wettbewerbe standen zwei Bewerber zur Wahl. Nicht so eindeutig wie bei der Wahl zum Kreisjugendfeuerwehrwart konnte sich hier Marius Rademacher-Ungrad durchsetzen. Er bekam 45 Stimmen und ist somit neuer Fachbereichsleiter. Bei den Kinderfeuerwehren gab es dann nur einen Kandidaten – Benjamin Wagner aus Seesen. Er erhielt am Ende 79 von 80 möglichen Stimmen, wobei er selbst stimmberechtigt war und sich enthielt. Somit ist Wagner nun für die Koordinierung der Kinderfeuerwehren im Landkreis Goslar verantwortlich.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 15. März.