Gasexplosion fordert THW und DRK

Die Kräfte des THW mussten den Zugang zu den eingeschlossenen Opfern der Gasexplosion frei machen. (Foto: bo)

Realistisches Übungsszenario für 51 Einsatzkräfte / Fünf Schwerverletzte gerettet

Eine überraschende Übung hielt am späten Freitagnachmittag die Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Goslar und Clausthal-Zellerfeld sowie die Bereitschaft des DRK auf Trapp. Um 17.38 Uhr wurden die Kräfte von THW und DRK zu einer Hilfeleistung nach einer Gasexplosion in der Kaiserstadt gerufen.

Das Übungsszenario stellte die Einsatzkräfte vor die Herausforderung, fünf nach der Explosion eingeschlossene und vermutlich schwer verletzte Menschen aus den Abbruchhäusern in der Tilsiter Straße im Stadtteil Jürgenohl zu retten. Als Grund für die Explosion wurden Bauarbeiten an den Häusern genannt.
Die Hilferufe der fünf eingesperrten Personen, so das Einsatzprofil, wurden nach Beendigung der Löscharbeiten durch die Feuerwehr hörbar. Die Rettung stellte sich nicht einfach dar, da Trümmerteile den Weg versperrten. Aus diesem Grund wurde auch das Technische Hilfswerk alarmiert um mit schwerem Gerät zur Hilfe zu eilen.
Rund anderthalb Stunden benötigten die Kräfte des THW um Zugänge zu den verletzten Personen zu schaffen. Dafür mussten die Kräfte Wände aufbrechen.
Nach erfolgreicher Rettung der eingeschlossenen Personen wurde noch vor Ort eine Erstversorgung durch die Mitglieder der DRK-Bereitschaft durchgeführt. Da auch die Treppenhäuser nicht mehr begehbar waren, musste der weitere Transport mit Schleifkörben über die so genannte „schiefe Ebene“ mit Steckleitern vom 1. Stock ins Freie vorgenommen werden.
Dort angekommen wurden die verletzten Personen zur weiteren Versorgung vom Roten Kreuz übernommen, das eine Verletztensammelstelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite eingerichtet hatte. Die Darsteller, die bei dieser Übung die Verletzten mimten, wurden ebenfalls vom DRK gestellt und für die Übung sehr realistisch geschminkt.
Nach Abschluss der Übung gegen 21 Uhr zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. Das Übungsziel wurde voll erreicht. Alle Personen wurden befreit, gerettet und noch an Ort und Stelle erstversorgt.
Besonders hervorzuheben war bei diesem Übungseinsatz zudem die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen den Kräften des THW und der DRK-Bereitschaft. Insgesamt nahmen 37 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes und 14 der DRK-Bereitschaft an der Übung teil.