Geburtstagskind Kulturklub lässt es richtig krachen

U2-Experience in „action“.
Alle Jahre wieder... Es ist Salz- und Lichterfest, und der Kulturklub Bad Harzburg eröffnet das Fest mit tollen Tributen. Diesmal sollte es anlässlich des 20. Geburtstags des Klubs etwas Besonderes sein. Zwei große Bands, beziehungsweise ihre Doubles ließen das Publikum im Badepark bis spät in die Nacht Rocken und Tanzen.
Den undankbaren Anfang machten U2-Experience. Undankbar deshalb, weil das Publikum offenbar auf den Top-Act wartete und vor der Bühne noch reichlich Platz war. Dabei machte Frontmann Micha Van de Weg, der dem Original Bono zum Verwechseln ähnlich sieht, ordentlich Stimmung. Es kamen Songs wie “Pride“ oder „Love rescue me“. Doch erst bei „Bloody Sunday“ gingen die Gäste so richtig mit. Eine besondere Geste richtete Micha Van de Weg an seinen Schlagzeuger Marcus Hartmann. Der war an diesem Tage Vater geworden, und Van de Weg gratulierte ihm vor versammeltem Publikum. Mit New Year’s Day verabschiedete sich die Band unter viel Beifall.
Dann kamen sie: The Ballbreakers. Der Act des Abends, der Original-Band AC/DC zum Verwechseln ähnlich. Sänger Martin Stölzel mit Schiebermütze und Leadgitarist Köbes Timmermann in Schuluniform hatten die Gäste sofort im Griff. Begeistert hoben sie die Hände und klatschten zu Songs wie „Sin City“ oder „Rock And Roll Ain´t Noise“. Stölzel bewies bei seinen Ansagen viel Witz. So kündigte er „Hells Bells“ an: Was haben St. Gregor und die Lutherkirche gemeinsam? Unglaubliche Gitarrenriffs und mächtige Basslinien begleiteten die Songs. Und nicht nur das, auch stimmlich kam Stölzel dem Original nahe. Er röhrte mit seiner Reibeisenstimme, was das Zeug hielt und vollführte ein regelrechtes Sportprogramm. Timmermann befreite sich im Laufe des Abends sogar von Hemd und Jackett unter „Auszieh´n, Auszieh´n“ Rufen aus dem Publikum. Stölzel machte nicht nur auf der Bühne Performance sondern auch außerhalb. Er ließ sich singend von einem der Bandmitglieder Huckepack tragen. Vollends aus dem Häuschen war das Publikum bei „Thunderstruck“ und natürlich „Highway to Hell“. Songs, die bei keiner Party fehlen. Ebenso „TNT“. Abgerundet wurde das Ganze durch eine großartige Feuerwerksillumination und Lichtshow. Die gegenüberliegende ehrwürdige Wandelhalle wurde abwechselnd in farbiges und gepunktetes Licht getaucht. Ein wunderbarer Auftakt, ganz ohne Regen. Doch irgendwann war Schluss, die Band hatte sich total verausgabt.