Gefundener Säugling ist sieben Tage alt

Baby in einer Plastiktüte am Goslarer Busbahnhof ausgesetzt / Rumänin könnte Mutter sein

Diesen Tag wird der Mitarbeiter der regionalen Verkehrsbetriebe so schnell nicht vergessen. Am Dienstag wurde er um 11.25 Uhr auf ein wimmerndes Geräusch aufmerksam. Dieses kam aus einer Plastiktüte. Abgestellt war diese an einer Toilette am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) – dem Busbahnhof in Goslar. Diese befindet sich im hinteren Randbereich des Goslarer Busbahnhofes. Positive Nachricht ist, das gefundene Kind in der Plastiktüte lebt.
Die Polizeiinspektion Goslar hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Diese haben bisher ergeben, dass das Baby in der Zeit von 7.30 Uhr bis 10.25 Uhr an der Toilette abgelegt worden ist. Bei dem Baby handelt es sich um einen Jungen, der nach ersten Erkenntnissen am 20. Juli 2016 geboren wurde. Der Säugling war als er in Goslar gefunden wurden, sieben Tage alt.  Bei seiner Mutter könnte es sich um eine 37-jährige Rumänin handeln, dies vermuten die Polizeibeamten nach ersten Erkenntnissen.
Die Frau hielt sich laut Polizei in den letzten Monaten im Landkreis Goslar auf. Jedoch ist ihr aktueller Aufenthaltsort derzeit nicht bekannt.
Nachdem der Mitarbeiter den Säugling gefunden hatte, wurden Polizei und der Rettungsdienst umgehend alarmiert. Das Baby wurde in die Asklepios Harzkliniken nach Goslar gebracht und dort medizinisch versorgt. Bei dem Jungen besteht laut Polizei keine Lebensgefahr.
Darüber hinaus wurde das zuständige Jugendamt informiert. Wie es bereits gestern hieß, werden sich die Mitarbeiter um die weitere Unterbringung des Säuglings kümmern. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiter an.