Gleitschirmflieger stürzt am Rammelsberg ab

Gut vier Meter war der Gleitschirmflieger vom nächsten Baumstamm entfernt. (Foto: Feuerwehr Goslar)

Nicht der erste Einsatz für die Feuerwehr Goslar / Der Einsatz verlangte von den Rettungskräften in zwölf Meter Höhe einiges ab

Für die Goslarer Brandschützer war es nicht der erste Einsatz dieser Art.

Zum wiederholten Male stürzte ein Gleitschirmflieger am Rammelsberg ab. Am Sonntagnachmittag schloss sich eine umfangreiche zweieinhalbstündige Rettungsaktion aus zwölf Metern Höhe an.
Diesmal war es doch anders. Der Rettungseinsatz stellten die Feuerwehr Goslar und die Kletterspezialeinheit, die sogenannte Fachgruppe SRHT (Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen) vor eine neue Herausforderung. Der Schirm des Fliegers hatte sich in einer Krone verfangen. Dadurch wurde der Absturz gebremst und der Gleitschirmflieger wurde nicht verletzt. Problematisch gestaltete sich die Rettung, da der Flieger gut vier Meter vom nächsten Baumstamm entfernt war und somit frei schwebend im Raum hing. „Diese Ausgangssituation gab es bislang bei allen bisherigen Einsätzen noch nicht“, schildert Jens Schur von der Feuerwehr Goslar.
Zunächst wurde ein Sprungretter aufgestellt, um den Springer bei einem Nachgeben des Schirms oder der Baumkrone aufzufangen. Die Mitglieder der Kletterspezialeinheit mussten zunächst die benachbarten Bäumen erklimmen und eine Seilverbindung zwischen den Bäumen oberhalb des Gleitschirmfliegers herstellen. Über diese Verbindung gelangte eine Rettungskraft zum Verunfallten und konnte ihn somit sichern.
Nachdem die Leinen zum in der Baumkrone verfangenen Schirm gekappt wurden, konnte der Flieger auf den Boden abgelassen und dem bereitstehenden Rettungsdienst nach knapp zweieinhalbstündigen Einsatz übergeben werden. Nach einem ersten medizinischen Check und dem Transport in den Rettungswagen schloss sich eine Fahrt ins Goslarer Krankenhaus an.