Goslar und Vienenburg machen Bedenken gegen Verlängerung der Mautstrecke geltend

Goslar (bo). Zum 1. August diesen Jahres ist die Einführung einer Lkw-Maut auf dem 17 km langen Teilstück der Bundesstraße 6 vom Vienenburger Dreieck nach Goslar geplant. Über mögliche Auswirkungen haben sich gestern Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und Bürgermeisterin Astrid Eltner, Stadt Vienenburg, gemeinsam mit Detlef Hahne, Spedition Hahne, Jens Kleinert vom Gesamtverband Verkehrsgewerbe, und Wolfgang Müller, Fachdienstleiter Straßenverkehr der Stadt Goslar, beraten. Die Gesprächspartner begrüßen die Bemautung der B6 zwischen der Anbindung der Autobahn 14 bei Bernburg sowie dem Vienenburger Dreieck für die Region, da dadurch eine Verringerung des Schwerlastverkehrs auf der B6 zu erwarten ist. Eine Verlängerung der Mautstrecke der B6 über das Vienenburger Dreieck hinaus bis zur Riechenberger Spange könnte jedoch ein Problem für den Binnenverkehr darstellen. Speditionen, deren Fahrtstrecken ausschließlich im Bereich Goslar/Vienenburg liegen, könnten auf das untergeordnete Straßennetz ausweichen, das dadurch unnötig belastet würde. Bei allem Verständnis für die Einnahmevorteile des Bundes erscheint es allen Beteiligten für die Region wichtiger, den notwendigen Schwerlastverkehr auf der dafür geeigneten B6 zu belassen. Insbesondere auch aufgrund der stark touristischen Prägung der Region wäre ein Ausweichen des Güterverkehrs auf die Nebenstrecken und somit in die Ortschaften nicht wünschenswert. – Das Bundesverkehrsministerium daher gebeten werden, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.