Goslarer Kreistag votiert für Baumschwebebahn

Der Baumwipfelpfad ist bereits eine Attraktion, diese soll ergänzt werden.

Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg soll durch eine weitere Attraktion ergänzt werden, genauer um eine Baumschwebebahn. 

Am Montag gaben die Mitglieder des Goslarer Kreistages ihr Votum für den Bau ab. Dafür stimmten CDU, SPD, FDP und AfD. Dagegen sprachen sich Bürgerliste, Linke und Grüne aus.
Während sich aus dem Lager der Befürworter niemand zu Wort meldete, machten die Gegner von ihrem Rederecht Gebrauch. Stefan Scheele (Grüne) sprach von einer „reinen Fun-Veranstaltung, mit Umweltbildung hat das überhaupt nichts zu tun”. Zumal es bereits die dritte Attraktion wäre, der die Grünen zustimmen sollen. Damals sprachen sie sich für den Baumwipfelpfad aus, mit etwas Bauchschmerzen für das Ettershaus, doch die Schwebebahn halten sie für falsch, machte der Abgeordnete noch einmal deutlich. Zumal laut Scheele ein 20 Meter hoher Turm geplant ist, der den Burgberg noch überragen würde. Zudem wies er auf die drohenden Parkplatzprobleme hin, die sich durch die Baumschwebebahn noch verschärfen würden. „Schon jetzt ist es oft schwer, einen Parkplatz zu finden”, so Scheele.
Auch der Linken-Kreistagsabgeordnete Hans-Werner Kihm, sprach sich klar gegen das Vorhaben aus. „Wir stimmen dagegen, weil wir die Natur ernst nehemn”, so Kihm. Detlef Vollheyde (Bürgerliste) dass es eine rein ökonomische Attraktion nicht wert sei, ein Stück des Landschaftsschutzgebietes zu opfern.
Vorgesehen ist, auf einer Fläche von rund fünf Fußballfeldern eine Baumschwebebahn zu errichten. Künftig sollen die Besucher im gemächlichen Tempo durch die Baumkronen ins Kalte Tal gleiten. Die Bahn soll direkt durch die Wälder am Burgberg führen. Da die Fläche bisher im Landschatzschutzgebiet lag, musste der Kreistag für die Herauslösung stimmen.