Große Ehre für Zivilcourage-Kampagne

Die Freude bei den Initiatoren und Partner der Goslarer Zivilcouragekampagne nach der Preisverleihung war groß.

GZK erhält Deutschen Förderpreis Kriminalprävention in Münster

Vor rund 100 Vertretern aus Politik, Verwaltung, Gerichten und Kirchen, die sich dem Thema der Kriminalprävention widmen, zeichnete die Münsteraner Stiftung Kriminalprävention im Festsaal des Rathauses der Stadt Münster fünf der besten Projekte und Akteure Deutschlands aus.

Aus rund 60 Projekten hatte die Jury vier ohne Rangfolge ausgewählt.„Jedes Projekt, das hier gefördert wird, ist eine Ausnahmeleistung für die Entwicklung der Kriminalprävention, nachhaltig und zukunftsweisend.“, so Klaus Stüllenberg, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kriminalprävention.
„Wie immer bei diesem Förderpreis sind die Projekte auf Wirksamkeit untersucht, übertragbar und dringend zur Nachahmung empfohlen.“, erläuterte Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes und Sprecher der Jury.
Als Laudator lobte er die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK), initiiert von der Polizeiinspektion Goslar, der Goslarschen Zeitung, dem Cineplex-Kino, Photogeno und dem Weissen Ring, als ein Leuchtturmprojekt mit europaweiter Strahlkraft.
Das vielfältige, bundesweite Engagement der GZK, die seit 2010 mit Aktionsplakaten, Postkarten, Filmen, Kinospots, Zeitungsanzeigen und Vorträgen „Mut zur Zivilcourage“ macht, kooperiert mit der Aktion „Tu was!“ der Polizei des Bundes und der Länder. Über 100 Personen, unter anderem Bundespräsident Dr. Joachim Gauck, Axel Prahl, Heino, Bibiana Steinhaus, Regina Halmich sowie die mitgereisten Lothar Kannenberg, Fadi Saad, Rainer Bruckert, Christiana Berg, Günter und Tessa Koschig standen vor der Photogenokamera von Heike Göttert.
Jörg Ziercke, der auch stellvertretender Bundesvorsitzende des Weissen Rings ist, betonte, dass die eindrucksvollen Plakate mit den prägnanten Statements die Menschen aufrütteln und die Kultur des Hinsehens, Handelns und Helfens fördern.
Die Botschaft der vielerorts initiierten „Tage der Zivilcourage“ „Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen und die Polizei unter 110 anrufen“ ist nach dem tragischen Tod von Domminik Brunner, genau die Richtige, so der Laudator weiter!
Projektleiter Günter Koschig, der den Preis zusammen mit den Initiatoren Hans-Werner Röhrken, Florian Wildmann, Klemens-Karl Krause und Heike Göttert entgegennahm, dankte der Familie Stüllenberg, der Jury und den Gästen mit dem Auftritt des Beatboxer Cihan Karaca. Dieser legte eine beeindruckende Performance hin, und gab als jüngstes Mitglied der deutschlandweiten Kampagne ein überzeugendes Bekenntnis zur Zivilcourage ab. .
Kriminalkommissar Denis Habig, der Evaluationsbeauftragte der GZK, überraschte die Veranstalter mit seiner fertigen Evaluation. Er führte aus, dass in der Gesamtbetrachtung der Befragung der 1.400 Schüler und Studenten sowie der Auswertung gesagt werden kann, dass durch die erfolgten Unterrichte der Polizei, die Zivilcourageregeln verinnerlicht wurden und die Schüler nun über mehr Handlungskompetenzen bei Gewalttaten verfügen. Sie haben realisiert, richtig zu helfen, indem sie zum Beispiel den Notruf wählen und sich um das Opfer kümmern. Der mitgereiste Webmaster der GZK, Lothar Niemann, sowie der Unterstützer von der GdP, Martin Schilff, freuten sich mit allen Zivilcouragefreunden sehr über den Förderpreis und luden die Interessierten ein, sich Tipps auf der Seite www.zivilcourage-goslar.de zu holen.
Der „Meilenstein der Kriminalprävention“ wurde zum ersten Mal an Erich Marks aus Hannover für seine wegweisenden Verdienste in der Kriminalprävention verliehen.