GSC 08 klettert auf den zweiten Platz

Oberliga Niedersachsen: GSC gewinnt beim VfL Osnabrück II 3:1

Goslar (cfk). Den Goslarer SC scheint nichts aus der Erfolgsspur zu bringen. Auch bei der Reserve des VfL Osnabrück setzten sich die Kaiserstadt-Kicker durch und entscheiden das Spiel mit 3:1 (1:1) zu ihren Gunsten. Lohn ist der zweite Platz hinter dem punktgleichen BSV Rheden in der Oberliga.
Dementsprechend zufrieden war auch Trainer Manfred Wölpper. „Ich wunder mich nahezu über meine eigene Mannschaft“, sagte er. Mittwoch hatten sie den starken Auftritt des VfL gegen Oldenburg noch gesehen und waren recht beeindruckt von der Leistung der Drittliga-Reserve, „und heute haben wir die so was von klar beherrscht“, kann man Wölppers verwundertes Kopfschütteln spüren.
Ein wesentlicher Faktor dieser Leistung dürfte die mannschaftliche Geschlossenheit, der enorme Teamgeist der Truppe sein. Als eines von vielen Beispielen zählt Wölpper das dritte GSC-Tor auf. Muhamed Alawie hatte Corvin Behrens wunderbar in Szene gesetzt. Der hatte sich vorgearbeitet, war in aussichtsreicher Schussposition und hatte dennoch das Auge für den noch besser stehenden Justin Eilers, der dann wirklich nur noch den Fuß hinhalten musste (82.). Kein Eigensinn, kein Egoismus, sondern der Erfolg der Mannschaft als oberste Priorität.
Ein Sonderlob verdient hatte sich dennoch Mirhudin Kacar. „Der hat heute nur Traumpässe gespielt“, nannte Wölpper den Grund. Die wenigen Zuschauer hatten noch nicht alle Platz genommen, da steckte Kacar das erste Mal den Ball perfekt durch die Abwehrschnittstelle der Osnabrücker auf den durchstartenden Alawie. Dieser zeigte sich abgeklärt, als er allein auf den VfL-Keeper zulief und lässig an diesem zum frühen 1:0 für die Kaiserstadt-Kicker einschob.
Auch den Anstoß zum 2:1 gab Kacar. Er schickte Filip Sajbidor auf der Außenbahn mit feinem Pass, dem gelang aus vollem Lauf eine Maßflanke auf Alawie, der mühelos seinen zweiten Treffer markierte (53.). So hatte Wölpper eigentlich auch nichts auszusetzen an seiner Truppe, sondern freute sich klar über diese spielerische Dominanz. „Wenn man unbedingt meckern will, könnte man monieren, dass der eine oder andere Konter besser abgeschlossen werden müsste“, wollte Wölpper kein Haar in der Suppe suchen.

Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso, Peter Endres – Mirhudin Kacar, Blerim Rrustemi (75. Nils Pölzing) – Filip Sajbidor (85. Tezcan Karabulut), Muhamed Alawie, Corvin Behrens – Justin Eilers (86. Jörn Winkler).

Tore: 0:1 Alawie (3.); 1:1 Budak (33.); 1:2 Alawie (53.); 1:3 Eilers (82.)