Herzklopfen und Freudensprünge

Lena Feix (links) aus Seesen zusammen mit ihrer Duo-Partnerin Maria Leicht.
 
Brillant am Klavier und deshalb auch verdient beim Landeswettbewerb in Hannover dabei, die Seesener Pianistin Nicole Barnert.

Tolle Bilanz beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert / Morgen Konzert im Kreishaus

35 Teilnehmer im Alter zwischen sechs und 19 Jahren präsentierten sich beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ am letzten Januarwochenende in Goslar. Am morgigen Sonntag, 9. Februar, präsentieren sich die talentierten Preisträger bei einem Konzert im Goslarer Kreishaus. Beginn ist um 15 Uhr.

Beim Regionalwettbewerb überzeugten in diesem Jahr neben vielen Schülern aus der Stadt Goslar auch Kandidaten aus Seesen, Lutter, Liebenburg, Bad Harzburg, Langelsheim und der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld. Die Nachwuchsmusiker traten in den Wertungskategorien Streicher- und Holzbläser-Ensembles sowie Klavier solo an. Insgesamt werden in ganz Niedersachsen 19 dieser Regionalwettbewerbe durchgeführt.
Matthias Deichstetter, Juryvorsitzender und Leiter des Carl-Schröder-Wettbewerbs in Sondershausen, sagte nach dem Wettbewerb: „Die Bilanz ist überaus erfreulich und spricht für das hohe musikalische Potenzial vieler junger Menschen im Landkreis Goslar.“
Gleich viermal konnte die Jury die Höchstwertung von 25 Punkten verleihen. Neben dem Geigen-Trio mit Leonie Joerns, Theresa und Constanze Zell bekamen auch das Querflöten-Duo mit Eyla Hasse und Sophie Bothe die höchstmögliche Punktzahl. Alexander Zak und Emily Harmening wurden mit Höchstwertung für ihr Soloprogramm am Klavier belohnt.
Insgesamt verteilte die Jury 18 erste Preise und drei zweite Preise. In neun Fällen empfahlen die Wettbewerbsrichter eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Zu denen, die sich vom 20. bis 23. März in Hannover mit den besten Nachwuchsmusikern aus dem ganzen Bundesland messen dürfen, zählen das Streicher-Duo Anastasia Leicht an der Bratsche und Constanze Zell mit der Geige sowie das Geigen-Duo bestehend aus der Seesenerin Lena Feix und ihrer Partnerin Maria Leicht aus Goslar. Ferner wird auch das Geigen-Trio mit Leonie Joerns sowie Theresa und Constanze Zell mit von der Partie sein. Auch die Querflöten-Duos bestehend aus Lenja Hasse, Valentina Petter sowie Eyla Hasse und Sophie Bothe werden in Hannover auftreten. Das Blockflöten-Trio von Adina Liv Berger, Gesa Hölzer und Marie-Luise Hartmann hat den Sprung zum Landeswettbewerb ebenfalls geschafft.
In der Kategorie Klavier solo räumten Alexandra Hegemann, Nicole Barnert aus Seesen und Emily Harmening erste Preise ab und werden nach Hannover reisen.
Darüber hinaus erstritten einen ersten Preis ohne Weiterleitung zum Landeswettbewerb (ab Jahrgang 2003 mit 23 Punkten) die Pianisten Zoey Bohn, Dennis Hesse, Alexander Zak und Simon Hagemann sowie das Streicher-Trio um Lea-Sophie Winnecke (Bratsche), Jasmin Brunner (Geige) und Constanze Zell (Geige). Dies gilt auch für die Geigen-Duos von Mona Bickel und Pia Speh sowie Antonia Batzdorfer Fuentes und Elisa Adelina Mertens.
Erste Preise gab es auch bei den Blockflöten-Ensembles mit dem Duo von Gesa Brockhaus und Linnéa Laue sowie dem Duo von Lätizia Borger und wiederum Gesa Brockhaus.
Jeweils einen erfolgreichen zweiten Preis erstritten Elisa Adelina Mertens am Klavier sowie die Blockflöten-Trios von Jaqueline Beer, Mara Madeleine Hartung, Carolin Menzel und von Maja Riggert, Merle Wesemeier und Greta Schnabel.
Die Fachjuroren der unabhängigen, externen Fach-Jury zeigten sich insbesondere begeistert von dem hohen Engagement im Bereich Kammermusik. „Das hohe Niveau und die Anzahl der Ensembles spricht dafür, dass trotz der schulischen Beanspruchung in Goslar doch viel Motivation bei den Schülern und großes Engagement bei den Lehrern da ist“, so Magdalena Zagozdzon, Stimmführerin für Geige an der Oper Hannover. An vielen Orten sei es längst nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder und Eltern neben dem Instrumentalunterricht Zeit für weitere Proben in der Kammer- und Ensemblemusik einrichten können. Besonders erstaunlich sei die Tatsache, dass sich insgesamt vier Schülerinnen jeweils mit zwei verschiedenen Wertungsbeiträgen der Jury präsentierten. Ein doppeltes Programm vorzubereiten sei eine große Herausforderung und außergewöhnlich. Hervorzuheben sind daher die Teilnehmerinnen Gesa Brockhaus (Blockflöte), sowie die Geigerinnen Constanze und Theresa Zell sowie Elisa Adelina Mertens (Klavier und Geige).
„Ein großer Dank gilt den beteiligten Lehrerinnen, die ihre Kandidaten Jahr für Jahr mental und fachlich auf den Regionalwettbewerb vorbereiten“, so der Juryvorsitzende Deichstetter. Zu nennen sind in diesem Jahr Friedgund Göttsche-Niessner (Querflöten-Ensembles), Anja Berger (Blockflöten-Ensembles), Maria Balajti und Anette Zell (Streicher-Ensembles) sowie Tatjana Tisenhausen, Olga Meffert, Horst Zell und Katharina Huros im Fach Klavier.